Sprache

Die S. ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen. So Talleyrand und – sprachlich besser – vor ihm bereits Moliere, Voltaire, Dante und Plutarch. Der Rückschluss vom reichen Gebrauch der S. auf Gedankenreichtum ist erfahrungsgemäß nicht zulässig. S.-Forscher sagen, es gebe so viele S.n, wie es Menschen gibt. Vermutlich ist deshalb die S. eines Menschen niemals besser als er selbst. In der Beziehung ist erfahrungsgemäß der Rückschluss (Karl Kraus) zulässig. Eine Einheits-S. kann es allen Versuchen zum Trotz nicht geben, weil sowohl das Talent zum Sich-Gedanken-Machen als auch die Schlechtigkeit bei den Menschen zu unterschiedlich verteilt ist (vgl. Deutsch, Ironie, Körpersprache, Kraus, Lingua franca, Politiker, Postfaktisch, Sprechen, Sprichwörter, Verdrängungswettbewerb, Wahrheit).

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