Demokratie

Als D. (Volksherrschaft) bezeichnet man eine Regierungsform, in der das Volk durch gelegentliche Wahlen, Volksbegehren oder Volksabstimmungen ein Quentchen Einfluss auf die Regierenden ausüben kann. Was offenbar zu wenig ist. Denn Parteienverdrossenheit und Wahlboykott wachsen. Außer in den Ländern, in denen eine Wahlpflicht besteht, wie z. B. in Belgien und Griechenland, ist mittlerweile der Block der Nichtwähler überall die stärkste „Partei“. Verständlich, da die eigentlichen Machtträger in einem modernen Staat nicht die Regierenden und schon gar nicht die Parlamente oder das Volk sind, sondern die Banken, Großunternehmen, Medien, Kirchen und Verbände, deren Führer sämtlich nicht demokratisch legitimiert sind. Der Begriff D. ist zum Feigenblatt verkommen und deshalb, wenn man ordentlich aussehen will, unverzichtbar (vgl. Demokratieschwund, Lobbyismus, Parteien, Populist, Protest, Volksverdummung).

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