Protest

Bisher sprach man nur immer vom ohnmächtigen P. ,  erst neuerdings gibt es den mächtigen. Weil heute jeder Schrei nach besseren Verhältnissen unverhältnismäßig vergrößert wird durch das aktuelle Fernsehen und das Internet und durch viele hunderttausend  Kameras und Telefone. Was mit den Montagsdemonstrationen in Leipzig begonnen hat, mit denen das DDR-Regime weggefegt wurde, wird seitdem einer Regierung nach der anderen zum Schicksal. Die Menschenmassen auf den Straßen und Plätzen der großen Städte zeigen den Herrschenden, dass es heute nicht mehr genügt, nach Maßgabe der tagesaktuellen demoskopischen Erhebungen Politik zu machen. Die Form der Erhebungen ändert sich radikal, das Herrschen der Herrschenden muss sich mit ändern (vgl. Demokratie, Meinungsforschung, Politik, Wut).

Dieser Beitrag wurde unter Lästerlexikon, P veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.