Die Lehre vom Kindererziehen (sog. Erziehungswissenschaft). Also bloß das Gewusst-Wie. Während das viel wichtigere Zu-Was außen vor bleibt, weil es abhängig ist von dem jeweiligen Menschenbild der Gesellschaft, der Epoche und der Erzieher. Was der P. viel an Bedeutung nimmt, daran kann sie auch mit der Produktion von noch soviel angeblich wissenschaftlicher Literatur nichts ändern (vgl. Bildung, Fachliteratur, Menschenbild, Persönlichkeit, Wissenschaftlich).
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Verschlagwortet mit Pädagogik
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P. ist zu übersetzen mit “das Abgekratzte”. Als die Schreibmaterialien noch sehr wertvoll waren, wurden alte Handschriften oft vom Papyrus abgewischt oder mit Bimsstein vom Pergament abgerieben, um das Blatt neu nutzen zu können. So bei den Römern und im frühen Mittelalter in den Klöstern. Später wurden die alten Texte unter der Überschreibung mit viel Mühe wieder lesbar gemacht. Meist entpuppten sie sich als die wichtigeren. Im Computerzeitalter entwickelt sich eine neue Art von P.en. Was einmal auf der Festplatte ist, lässt sich auch nach dem Löschen und Überschreiben mit einigem Aufwand wieder sichtbar machen. Damit bekommt der Computer, unser Lieblingsspielzeug, schon fast den Charakter vom “großen Buch Gottes” (vgl. Datenschutz, Privatsphäre)
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Verschlagwortet mit Palimpsest
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bezeichnet den Versuch, Leiden zu lindern, wo Heilung nicht mehr möglich ist. Weil jedoch Schmerzlinderung bei Todkranken von unseren Krankenversicherungen als nicht rentabel betrachtet wird, findet sie in Deutschland kaum statt. Eine Pressure-Group, die dagegen Stimmung macht, konnte nicht einmal unter Schmerzen geboren werden, weil das Ableben meist schneller eintrat. Statt dessen wird in der Öffentlichkeit Stimmung gemacht für die aktive Sterbehilfe (vgl. Euthanasie, Rauschgift).
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Verschlagwortet mit Palliativmedizin
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Es gibt davon unterschiedliche Arten, alle gleich lächerlich, weil sie verraten, wieviel wir Spitzenhominiden uns darauf einbilden, den aufrechten Gang gelernt zu haben, kaum dass wir von den Bäumen heruntergekommen sind (vgl. Darwin, Evolution, Kreuz).
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Verschlagwortet mit Parademarsch
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1. Begrünte städtische Fläche zum Auspressen der Hunde. 2. Freie innerstädtische Fläche, auf der Autos geparkt werden können. In dieser Bedeutung ein Schwanzwort, das aus dem Wort Parkplatz entstanden ist (vgl. Auto, Schwanzwort).
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Verschlagwortet mit Park
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Über der schrecklichen P.schen Krankheit sollte man nicht vergessen, dass es auch das nach dem britischen Publizisten Cyril N. P. (1909 – 1993) benannte P.sche Gesetz gibt. Es zeigt, wie das Wachstum der Bürokratie beinahe naturgesetzlich abläuft. Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Als ich 1998 das erste Mal in dem noch recht neuen internationalen Autorenzentrum Rhodos wohnte, in einem der neun Apartments für Schriftsteller und Übersetzer, saßen in dem Haus zwei Angestellte und eine Putzfrau, die es verwalteten. Zwei Jahre darauf waren es bereits vier Angestellte und die Putzfrau. Zwei weitere Jahre später traf ich auf acht Angestellte und die Putzfrau. Da war mir klar, dass im übernächsten Jahr sechzehn Angestellte und die Putzfrau sich (nicht) um die Autoren kümmern würden, die man gar nicht erst einlädt, weil man sowieso keinen Platz mehr für sie hat (vgl. Bürokratie, Dichter, Kulturförderung).
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Verschlagwortet mit Parkinson
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In Deutschland nach dem Grundgesetz zwar nicht vorgeschrieben, aber zulässig. Diese Haltung des In-Kauf-Nehmens lässt sich heute nicht mehr durchhalten. Denn die P., egal mit welcher hehren Absicht sie angetreten waren, haben es mit Hilfe einer mehr als zweifelhaften P.-Finanzierung aus dem Steuertopf und gesetzwidriger Spendenaquisitionen geschafft, den Staat total in den Griff zu bekommen, so dass nun nichts mehr ohne sie geht. Die P., dem Wortsinn nach nur Teile der Gesellschaft, weshalb es immer mehrere nebeneinander geben muss, haben die Verhältnisse so erfolgreich auf den Kopf gestellt, dass die Teile nun Alles sind. Denn alle bedeutenden Positionen, von der Verwaltung über die Medien bis zur Justiz, können sie mit ihren Leuten besetzen. Womit sie zum Musterbeispiel für das Prinzip wurden: Jede Institution nimmt sehr bald den Zweck, zu dem sie gegründet wurde, vom obersten Rangplatz und macht statt dessen ihr Überlebensinteresse und die Versorgung ihrer führenden Leute zu ihrer Hauptaufgabe (vgl. Dekadenz, Demokratie, Einheitspartei, Korruption, Machtmissbrauch, Parasiten, Politik).
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Verschlagwortet mit Parteien
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Ehepartner trennen sich und tun sich mit neuen Partnern zusammen, ihre Kinder bekommen dabei Stiefmütter und Stiefväter und Stiefgeschwister neben den Müttern und Vätern und Geschwistern. So wird aus der Kleinfamilie die P., die oft größer und bunter und reicher an Erfahrungen ist, leider auch an Reibungen. Welche Rivalitätskämpfe stattfinden, ist in der Tierverhaltensforschung bereits bekannt, muss in der P. aber erst erlitten werden. Die englische Bezeichnung P. hat sich schnell eingebürgert und wird inzwischen wie ein Orden getragen, weil die deutsche Übersetzung Flickwerk-Familie so negativ klingt wie die Stief-Bezeichnungen (vgl. Ehe, Familie, Sprache)
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Verschlagwortet mit Patchworkfamilie
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Illustration: Vangelis Pavlidis, Rhodos
Wer eine Idee zu einer neuen, gewerblich nutzbaren technischen Lösung irgendeines Poblems hat, kann diese Erfindung beim P.-amt anmelden. Das kostet neben Nerven und Geduld auch Anmeldungs-, Prüfungs- und Erteilungsgebühren sowie laufende Jahresgebühren. Was nicht ungebührlich ist, denn das P.amt veröffentlicht die ausführliche Darstellung der Idee und sorgt so für ihren Schutz. Was so positiv klingt, ist in der Praxis ein Mittel, mit dem Industrieunternehmen ihre marktbeherrschende Stellung verteidigen, zum Nachteil der Weiterentwicklung ihrer Produkte. So wird beispielsweise seit Jahren mittels P. verhindert, dass die von mir entworfene Zahnbürste auf den Markt kommt, die weniger Fummelei erfordert, weil sie den Zahncremevorrat in ihrem Griff hat. Tagtäglich denke ich beim umständlichen Auf- und Zudrehen der Tube: Man sollte das P.amt endlich abschaffen (vgl. Idee, Reformstau).
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Verschlagwortet mit Patent
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Fabelhaftes Dichterross, als Sternbild an den Himmel versetzt, was den immer noch nicht belanglos genug schreibenden Autoren eine Warnung sein sollte: Wer mit allen Vieren gleichzeitig austritt, fällt auf den Bauch (vgl. Kritik, Netzine).
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Früher wurde eine Person zur P., wenn sie soviel an Bildung und Charakter besaß, dass sie weit über den Durchschnitt hinausragte. Heute genügt für den Aufstieg zur P. schon, dass man viel Geld hat oder viel in den Massenmedien genannt wird, wobei es Wurscht ist, woher das Geld stammt bzw. warum man für die Medien interessant ist (vgl. Bildung, Charakter, Massenmedien, Dekadenz).
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Verschlagwortet mit Persönlichkeit
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Die P. ist nur scheinbar die bessere Alternative zur Listenwahl. Die Wähler stimmen mit Begeisterung für die Kandidaten, deren laut verkündete Überzeugungen zu bestimmten Themen ihren eigenen entsprechen. Kein Gedanke daran, dass Politiker jede Überzeugung nur solange haben, wie die permanent durchgeführten Meinungsumfragen das ratsam sein lassen (vgl. Meinung, Persönlichkeit, Politiker, Rückkopplung).
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Verschlagwortet mit Persönlichkeitswahl
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Alter Begriff für verdreht und deshalb von der Gesellschaft nicht anerkannt, also tabu. Die modernen westlichen Gesellschaften haben die Tabus Stück für Stück abgebaut, von Jargonausdrücken über öffentliche Unzucht, Nacktheit, Homosexualität bis Mädchenhandel und Leichenschändung. Gerade noch Pädophilie wird – zumindest offiziell – tabuisiert. Außerdem der Kannibalismus. Doch wird der Weg zur Menschenfresserei bereits über die Brücke Tötung auf Verlangen freigemacht, vor allem durch das Internet, das einen Markt für alles und jeden öffnet (vgl. Fleischeslust, Kultivierung, Reality TV).
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Verschlagwortet mit Pervers
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Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein
Selbst wer ihnen nichts Übles nachsagen will, muss zugeben, dass die P. die legitimen Nachkommen der Hofnarren sind. Denn sie genießen wie einstmals diese sogenannten Lustigen Personen das Privileg, einem jeden ins Gesicht sagen zu dürfen, was sie wollen, ohne dass man sie dafür bestrafen darf. Dabei muss es nicht einmal immer lustig sein, was sie von sich geben. Zum Glück kann man ihnen heute leichter aus dem Weg gehen als damals am Hofe (vgl. Aufklärung, Religionsfreiheit, Wahrheitsliebe).
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Verschlagwortet mit Pfarrer
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Das Pf. heißt auf Griechisch Alogos, weil es nicht spricht. Das hat es zum besten Freund des Menschen werden lassen. Die Freunde, die man daneben jetzt noch findet, in Facebook und Fanclubs, Parteien und anderen Vereinen, unterscheiden sich vom Pf. gern durch muntere Geschwätzigkeit, so dass du leicht erkennen kannst: Du hast auf das falsche Pf. gesetzt (vgl. Freund, Hund).
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Vor allem in den USA ein beliebter Titel, für den man gerne die Spendierhosen anzieht. Als Urvater wird Andrew Carnegie gefeiert. Er rangiert noch vor John Rockefeller. Beide jedoch werden heute von den Microsoft-Inhabern Bill und Melinda Gates in den Schatten gestellt. Wenn es auch immer nur um den Verzicht auf kleine Fetzen eines Riesenvermögens geht, nennt der P. als Triebfeder seiner Spendenbereitschaft stets seine Menschenfreundlichkeit. Die hätte er natürlich auch mit weniger unverschämten Preisen für seine Produkte beweisen können. Was ihm jedoch nicht so wohltuend vom Steuersystem honoriert worden wäre und seinen Namen nicht unsterblich gemacht hätte (vgl. Ich).
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Verschlagwortet mit Philanthrop
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Illustration: In den Linienbussen von Reykjavik
Aus der Not entstanden, eine Aussage zu machen, die für die Vertreter der unterschiedlichsten Sprachen eindeutig verständlich ist, beschritt man den Weg der Schriftentwicklung in Gegenrichtung. Von der Buchstabenschrift (H bzw. D) über die Silbenschrift (Psst) bis zurück zur Bilderschrift. Dabei entstehen immer noch neue Zeichen, gelegentlich so kryptische, dass jeder erkennen kann: Hier hat der Auftraggeber die Intelligenz des Graphikers genauso überschätzt, wie der Graphiker die des Publikums (vgl. Schrift, Smiley).
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Verschlagwortet mit Piktogramm
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Ein Spotter ist im Englischen ein Beobachter, im Amerikanischen ein Privatdetektiv. Das passt auf den Menschen mit Kamera und modernem Hobby, der von einem Flughafen zum anderen zieht und dort an den Startbahnen stundenlang hinterm Zaun auf der Lauer liegt, um ein startendes oder landendes Flugzeug zu fotografieren. Die Leidenschaft, seine Fotosammlung von Fluggesellschaften, Flugzeugtypen, Bemalungsvarianten und Registrationen zu komplettieren, weist ihn als harmlosen Irren aus. Was für die an Kuriositäten gewöhnten Engländer nur Beobachter sind, das wurden für die amerikanischen Geheimdienste jedoch gefährliche Privatdetektive, weil sie auch streng geheime Flüge zu geheimen Flugbasen und damit illegales Geschehen dokumentierten (vgl. Hobby, Staatsterrorismus).
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Verschlagwortet mit Planespotter
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Zu unserer Vorstellung vom schönen Leben gehört, da sind wir uns einig, der feine Sandstrand. Doch jetzt hat man an britischen Stränden festgestellt, dass schon ein Drittel des Sandes gar kein Sand ist, sondern kleingewaschenes P., und im Pazifik fanden Forscher sechs Mal soviel P. wie tierisches Plankton. Über Meerestiere und Vögel ist das P. auch bereits in unsere Nahrungskette gekommen. Das heißt, wir müllen nicht nur die Meere, den Boden und das Weltall voll, darüber könnte man als Gourmet ja noch großzügig hinwegschauen, nein, wir sind jetzt schon dabei, uns selbst zuzumüllen. Wohl bekomm’s! (vgl. Gourmet, Ignoranz, Müll, Verantwortungsbewusst, Verbraucherschutz).
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Es gibt Leute, die erklären einem, ein P. sei eine Tautologie. Wem das nichts sagt, der merke sich die Erklärung: Das eine Fremdwort wie das andere bezeichnet eine überflüssige Doppelung des Ausdrucks. Ein typisches Beispiel erscheint immer wieder in der Presse: Religiöser Wahn (vgl. Religion).
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Verschlagwortet mit Pleonasmus
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Dichtung, die unprosaisch daherkommt. Oft ist P. jedoch nur eine schönende Bezeichnung für Dummquatsch. Denn die Poeten kultivieren in der P. gern die Kunst des etwas falschen Ausdrucks, um damit Eindruck zu schinden. Beispielsweise Gottfried Benn: „ …eine zögernde Stunde“ oder Paul Celan: „ …zechen die Krüge Gottes“ (vgl. Semantik, Showgeschäft).
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Verschlagwortet mit Poesie
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Unter P.C. versteht man, dass alles nur so gesagt werden darf, wie es sich gehört, d. h. wie die das jeweilige Thema beherrschende Gesellschaftsgruppe es hören will (vgl. Meinungsfreiheit).
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Verschlagwortet mit Political Correctness
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P. wird gemacht, ist also nichts Ursprüngliches, wenn auch der Ursprung der meisten Übel. Denn P. zu machen heißt, Schurkereien um eines höheren Interesses willen zu begehen. Dieses höhere Interesse bekommt die unterschiedlichsten, meist schönen Namen, die kaschieren sollen, dass es in Wahrheit heißt: Machterhaltung der eigenen Clique. Denn diese Macht dient ja dazu, überhaupt P. machen zu können (vgl. Moral, Parteien, Politiker).
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Verschlagwortet mit Politik
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Jeder P. bemüht sich, den Eindruck zu erwecken, er diene der Allgemeinheit. Dabei geht es ihm nur ums Verdienen und ums Einflusshaben. Schon bevor er gewählt wird, ist ein Spitzen-P. von Großkonzernen, Banken und Verbänden für sein neues Amt “gemacht” worden. Er ist also kaum mehr als deren Marionette. Wichtigster Charakterzug eines P.s ist Falschheit. Trotzdem wird das Schimpfwort P. von den Gerichten noch nicht als Beleidigung gewertet (vgl. Ignorant, Opportunist, Showgeschäft, Volksverdummung).
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Verschlagwortet mit Politiker
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Unsere Politiker haben uns eine dümmliche Rechtschreibreform übergestülpt, dazu eine europäische Weichwährung und ein unsinniges Staatsbürgerschaftsrecht und jetzt noch die Öffnung Europas für Nichteuropäer. Das alles ohne uns Wähler zu fragen, weil man wusste, dass wir mehrheitlich dagegen sind. Da ist P. noch eine sehr zurückhaltende Reaktion. Man sollte die Verantwortlichen an die Wand stellen, zumindest in die Ecke – zum Sichschämen (vgl. Demokratie, Europa, Rechtschreibreform, Staatsangehörigkeit, Währungsstabilität, Wahlbeteiligung).
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Verschlagwortet mit Politikverdrossenheit
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