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Österreicher

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

Ö. sind Lebenskünstler, und ganz gerissene. Erst kultivierten sie die Heiratspolitik als Ersatz für die noch anstrengendere Eroberungspolitik. Dann machten sie einem kleinbürgerlichen Problematiker das Leben so schwer, dass er abhaute und sich zum Deutschen machen ließ. Und nachdem der Flüchtling eine Weltkatastrophe veranstaltet hatte, gaben sie sich auch noch als seine Opfer aus. Doch damit nur ja kein Neid auf ihre überlegene Lebensart aufkommt, garnieren sie alles Schöne mit einer speziellen Art der ironischen Distanzierung, was sie Schmäh nennen und schön finden (vgl. Amerikaner, Deutscher, Österreicher, Schweizer, Verallgemeinerung).

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Oxymoron

Ein O. (Betonung auf der 2. Silbe) ist ein sprachlicher Ausdruck, der zur Verstärkung der Aussage Gegensätzliches in sich vereinigt. Typische Beispiele: „Bittersüß“ oder „Eile mit Weile“. Aber auch „Friedenskämpfer“ und „Politikerethos“ sind Oxymora, möglicherweise sogar „Salonkommunist“ und „Religionswissenschaft“ und erst recht „Literaturwissenschaft“. Die Tendenz zur unbewussten Bildung von Oxymora scheint steigend zu sein. Ein Hinweis auf die „oberflächlich-gründelnde“ Denkweise unserer Zeit (vgl. Philosophie, Politiker, Sprache).

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