Kabarett ist immer links und extrem witzbemüht, also zum Lachen. Mit einem K.- Besuch versucht man, sich einen intellektuellen Anstrich zu geben, leider vergeblich, da man keinen Gag festhalten kann, weil jeder perfekt angespitzte Satz sofort durch den nächsten ebenso perfekt angespitzten Satz plattgeklopft wird (vgl. Lachen, Nachdenklichkeit, Platzpatrone).
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Verschlagwortet mit Kabarett
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Das p. K. hat noch nie etwas bewirkt. Es ist bloß eine Puppenstuben-Kunst, die der Obrigkeit eine lange Nase dreht. Ernst zu nehmen war das p. K. nur, als es im Konzentrationslager erlaubt war, wo es seine Wirkungslosigkeit beweisen sollte (vgl. Infamie, Jux, Zensur).
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Verschlagwortet mit politisches Kabarett
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Nur Dummköpfe meinen, K. sei das Gegenteil von Sozialismus. Sie haben noch nie von dem Zwillingspaar Privat-K. und Staats-K. gehört, deren gemeinsames Kennzeichen das Bestreben ist, mit so wenig Aufwand wie möglich soviel Gewinn wie möglich zu erzielen. Und genau das ist die Definition des Begriffs Kapitalismus. Der Unterschied zwischen Staats-K. und Privat-K. liegt einerseits in der Motivation der Menschen zur Leistung und andererseits im wirtschaftlichen Erfolg. Während der Privat-K. zur Leistungssteigerung auf finanzielle Anreize setzt, ködert der Staats-K. seine Leute mit Orden und Titel und Urkunden und kleinen Vorteilen bei der Verteilung knapper Güter wie Wohnung oder Reisen. Der plumpe Reiz des generellen Tauschmittels Geld hat sich stets als viel wirksamer erwiesen als die eigentlich direkter auf menschliches Grundstreben ausgerichteten Streicheleinheiten. Damit war der wirtschaftliche Erfolg des Privat-K. wie der Misserfolg des Staats-K. programmiert (vgl. Durchgangsinteressen, Geld, Grundstreben, Ich, Sozialismus).
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Verschlagwortet mit Kapitalismus
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In der Antike die 4 Haupttugenden Weisheit, Tapferkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit. Was damals noch als eine Aufforderung an Herrscher gelten konnte, wurde im 17. Jahrhundert umgebogen zu Gerechtigkeit und den typischen Untertanentugenden Fleiß, Gehorsam und Demut. Kein Problem, denn schon immer hat, wer was werden wollte, sich weder an das eine Rezept noch an das andere gehalten (vgl. Machiavelli, Moral, Platon, Politiker).
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Verschlagwortet mit Kardinaltugenden
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die K. gehört zu den ältesten Hausgenossen des Menschen. Und doch hat sie es bis heute nicht für nötig gefunden, mehr als Miau zu uns zu sagen. Wenn das nicht alles sagt – über uns (vgl. Anpassung, Bescheidenheit, Naturbegeisterung, Sprache).
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Verschlagwortet mit Katze
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Wer die besten Jahrzehnte seines Lebens damit vertut, für fremde Interessen zu schuften, darf sich mit dem verdienten Geld Freude kaufen. Wenn es auch nur die Freude am Kaufen selbst ist, weil man weiß, dass es doch weitgehend Schund ist, was man für sein Geld bekommt (vgl. Bescheidenheit, Frustkauf, Geld, Mehrwerttheorie).
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Verschlagwortet mit Kauflust
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Normalerweise bloß der untere Anhang des Kopfes, doch bei Sängern und Politikern meist das einzige, das man vom Kopf wahrnehmen kann (vgl. Spezialistentum).
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Verschlagwortet mit Kehlkopf
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Die in den modernen Wohlstandsgesellschaften herrschende K. meint Armut an Kindern und hat ihre Ursache nicht darin, dass die Reichen nicht kinderlieb wären, sondern vor allem darin, dass es zuwenig Arme gibt, lieben die es doch seit jeher, kinderreich zu sein (vgl. Homosexualität, Kindergeld, Nachhaltigkeit, Wohlstand).
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Verschlagwortet mit Kinderarmut
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Die Last der Nachwuchsaufzucht mit der Lust der weichen Teilchen gekoppelt zu haben, das war die List der Natur, mit der sie den Erhalt der Art gesichert hat. Wo das noch nicht durchschaut wird, erübrigt sich Kindergeld, im anderen Falle erst recht (vgl. Sex, Wohlstand).
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Verschlagwortet mit Kinderreichtum
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Unsinniger Begriff, weil es das Gegenteil, den Kindesgebrauch, nicht gibt. Gemeint ist Machtmissbrauch gegenüber Kindern. Besonders verwerflich wegen der unfairen Ausnutzung von Abhängigkeit bzw. Überlegenheit, vor allem aber wegen der Wirkungen auf das weitere Leben des betroffenen Kindes (vgl. Desillusionierung, Familie, Päderastie, Trauma).
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Verschlagwortet mit Kindesmißbrauch
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Regelmäßige K. sind so was wie das Spiel “Die Reise nach Jerusalem”. Immer weniger Mitspieler, und jeder, sogar der in der Schule immer der erste sein wollte, hat jetzt den Ehrgeiz, der letzte zu sein (vgl. Alt, Freude, Überalterung, Wettstreit).
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Verschlagwortet mit Klassentreffen
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Während man in Deutschland noch darüber streitet, ob es klonen oder klonieren heißt, wird es anderswo bereits mit menschlichen Embryos gemacht. Getreu der Devise: Was machbar ist, muß gemacht werden. Und der deutsche Ethikrat diskutiert über die Formulierungen eines Grußwortes zur bevorstehenden Geburt des neuen Menschen (vgl. Frankenstein, Genmanipulation, Homunkulus, Klonen, Nietzsche, Wissenschaft).
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Verschlagwortet mit Klon
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Aus einem Lebewesen auf gentechnische Weise ein exakt gleiches zweites zu machen, d. h. es zu k., steht beim Menschen noch aus. Das Problem liegt nicht in der Gentechnik, sondern in unserem Ichbewußtsein. Wenn dieses bisher absolut individuelle Bewußtsein doppelt vorhanden ist, wird es zwischen Ichbewußtsein und Wirbewußtsein eine dritte, neue Qualität geben, womit sich unserer Streitlust ganz neue Dimensionen öffnen (vgl. Ich, Klon).
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Verschlagwortet mit Klonen
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Ein jeder dünkt sich mit den ein, zwei Dutzend Erkenntnissen, die er irgendwoher hat, der Klügste. Die anderen haben allenfalls andere Fachkenntnisse, weil sie ja einen anderen Beruf haben, – oder aber sie haben schrecklich verquere Ansichten (vgl. Bildung, Selbstbewusstsein).
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Verschlagwortet mit Klugheit
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Im Ersten Golfkrieg (1990/91) aufgekommener euphemistischer Begriff, der die Vernichtung von Leben und Sachwerten, die nicht Kriegsziele waren, als unvermeidlichen Nebeneffekt entschuldigen sollte. Damit wollte man sich verstecken hinter dem Unterschied zwischen den strafrechtlichen Begriffen Dolus eventualis = bedingter Vorsatz (billigend in Kauf genommen) und Dolus directus = bestimmter Vorsatz (mit Absicht), die jedoch, was verschwiegen wurde, beide vorsätzliches Handeln bezeichnen. Also: Schuldig! (vgl. Euphemismus, Krieg, Völkerrecht, Weltpolizist).
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Verschlagwortet mit Kollateralschäden
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K. ist das weniger bekannte Gegenteil von Inkompetenz und muss sich im Alltag ständig gegen diese zur Wehr setzen. Auf K. vertraut beispielsweise, wer sich anhört, was die katholischen Bischöfe in Sachen Schwangerschaftsabbruch zu sagen haben. Weil diese Männer im Rock in ihrem natürlichen Tatendrang nicht durch die Einehe eingeengt sind, kann man davon ausgehen, dass sie viel mehr Erfahrungen mit ungewollten Schwangerschaften gemacht haben als der Normalmann. Bei wem derlei Erfahrungen jedoch schon zu viele Jahrzehnte zurückliegen, wie möglicherweise bei ihrem Oberhirten, dem Papst, kann jegliche Erinnerung daran verblasst sein. Was aber noch nicht unbedingt zur Inkompetenz führt. Nur dass die K. dann auf einem anderen Gebiet liegt. Der Papst ist als Vorsitzender des Vereins Katholische Kirche zuständig für das weitere Wachstum dieses Vereins, der in weltweiter Konkurrenz zu ähnlichen Beglückungsvereinen steht. Aus dieser Interessenlage heraus ist es ein Zeichen von K., wenn er seinen Mitgliedern jegliche Vermehrungs-Verhinderung verbietet (vgl. Pfarrer, Promiskuität, Scholastik, Scheinheiligkeit).
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Verschlagwortet mit Kompetenz
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Die deutsche Sprache wird immer kurzatmiger, und die Sprecher oder Schreiber wirken immer mehr behindert, weil: die Leute fangen nach dem Wörtchen weil neuerdings meist einen neuen Hauptsatz an. Zu diesem Hilfsmittel greifen sie, weil sie weder als Sprecher oder Schreiber noch als Zuhörer oder Leser die Konzentration aufzubringen vermögen, die eine perfekte Satzkonstruktion mit dem Verb am Ende von ihnen verlangt. Diese Flachköpfe sollten besser die K. denn statt weil benutzen, denn die verträgt das amerikanisch-armselige Wörteraufreihen ohne Schaden (vgl. Sprache).
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Verschlagwortet mit Konjunktion
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K. sind Bedeutungen, die ein Wort neben seinem eigentlichen Begriffsinhalt hat. Dabei ist oft die Geschichte kreativ tätig geworden, beispielsweise bei Dachau. Gedichte bestehen vor allem aus K., gelegentlich – das macht das Sprechen so gefährlich – führen K. sogar zum Gegenteil des Begriffsinhalts (vgl. Arbeitslosigkeit, Verantwortung).
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Verschlagwortet mit Konnotationen
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Abgesehen von seinen bekannten Bedeutungen Nr. 1 bis 7 (siehe Duden) ist K. ein Zauberwort wie das von den Schwertern, die zu Pflugscharen umgeschmiedet werden sollen. Aber weil Waffen auf dem Weltmarkt immer noch bessere Preise erzielen als zivile Gebrauchsgüter, hat die K. der Kriegsproduktion kaum Chancen auf Realisierung in größerem Maßstab (vgl. Waffenproduzent).
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Verschlagwortet mit Konversion
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Warum ist uns der K., der politische wie der religiöse, stets so unangenehm? Nicht eigentlich wegen des Fanatismus‘, mit dem er in der neuen Richtung dahinzurasen pflegt. Eher wegen seiner Ignoranz gegenüber der Alltagserfahrung, dass alles Vorteile und Nachteile hat und dass es die Wahrheit, genau wie die Freiheit, immer nur teilweise gibt (vgl. Freiheit, Wahrheit).
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Verschlagwortet mit Konvertit
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Der Idealfall der Kooperation ist die Zeugung. In den meisten anderen Fällen wird der Begriff euphemistisch benutzt für Ausnutzung, Ausbeutung, Missbrauch oder Abhängigkeit, bestenfalls noch für Gewohnheit (vgl. Ehe, Kommerz).
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Verschlagwortet mit Kooperation
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Der individuelle K. war seit eh und je ein persönliches Erkennungszeichen wie Augen- und Haarfarbe oder Stimme. Und genau wie diese ein sexueller Reiz. Doch dann kam die Waschmittel- und Parfümindustrie mit ihrem Stinkkram und hat uns zu austauschbaren Langweilern gemacht (vgl. Körperkultur, Reiz).
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Verschlagwortet mit Körpergeruch
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Ein Gespenst geht um in Europa, die K., natürlich aus den USA importiert. Was vor 500 Jahren in der Renaissance eine Rückbesinnung auf das Ideal des Schön-und-gut-Seins (Kalokagathie) der Klassik war, ist jetzt bloße Oberfläche. Denn die moderne Evolution des Körperlichen geht Hand in Hand mit der Devolution des Geistigen. Also der typische Fall einer Revolution: Die Verluste wiegen die Gewinne auf. Die heute zu beobachtenden Symptome der K. sind: Fitnessstudios florieren, während Goetheinstitute dichtmachen, Bodybuilding wird nicht mehr nur belächelt, für Designerkleidung werden schon Kinder zu Kriminellen, Männerköpfe unter Frisierhauben sind nicht mehr ungewöhnlich, Modellathleten umgeben sich mit Parfumwolken, Sportler und Schauspieler sind die neuen Heroen, Tätowierung genau wie Piercing, die sogen. Körperkunst, ist aus dem Ghetto der Eingeborenen und Seeleute in die bürgerliche Gesellschaft übergeschwappt, der Analphabetismus wächst, die Körpersprache muss immer mehr die schwindenden schriftlichen und mündlichen Ausdrucksmöglichkeiten ersetzen. Die neue Renaissance greift also nicht auf die Klassik zurück, sondern viel weiter – nämlich auf die Steinzeit (vgl.: Bildung, Karriere, Moderne, Kindskopf).
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Verschlagwortet mit Körperkultur
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K. ist ein abwertendes Urteil über ein Verhalten, mit dem sich jemand einen unrechtmäßigen Vorteil verschafft hat. Das Schlimmste an diesem Urteil über Schlimmes ist, dass es das Fehlverhalten, das es anprangert, noch fördert. Denn je mehr ich von K. höre und lese, um so lauter meldet sich der innere Schweinehund in mir mit seiner Ermahnung: Du wirst mit deiner Anständigkeit bald als der letzte Dumme dastehen (vgl. Klugheit, Politiker).
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Verschlagwortet mit Korruption
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Bald nennt sich jede Krankenkasse Gesundheitskasse, und das ganze System der K. sollen wir Gesundheitsvorsorge nennen. Doch alle Schönfärberei ändert nichts daran, dass die K. todkrank ist. Sie wird immer teurer und immer mehr missbraucht. Weil niemand zuzugeben wagt: Das Prinzip ist falsch. Wenn ich zum Arzt gehe, mich behandeln lasse, mich bedanke und sage: Rechnung an meine Kasse, dann habe ich mit dem Arzt einen Vertrag zu Lasten Dritter geschlossen, wie die Juristen das nennen. Solch ein Vertrag zu Lasten Dritter ist in unserem Rechtssystem generell als sittenwidrig untersagt. Doch bei der K. hat ihr Begründer Bismarck vor gut hundert Jahren geglaubt, das ausnahmsweise riskieren zu können. Weil Ärzte zu einem Berufsstand mit besonderem Ethos gehörten, würden sie nicht mehr in Rechnung stellen als sie geleistet hätten. Das hat anfangs funktioniert. Doch heute sind Ärzte Menschen wie du und ich. Da wird immer schamloser abgesahnt. Und weil die Politiker genauso sind, findet sich niemand, der die K. kurieren könnte. Viel leichter, die Beiträge immer weiter zu erhöhen (vgl. Abrechnungsbetrug, Ethos, Korruption, Selbstbedienung).
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Verschlagwortet mit Krankenversicherung
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