Archiv der Kategorie: K

K.I.

Das Kürzel für Künstliche Intelligenz klingt harmlos, dabei sollte es eher als Warnung gelesen werden: Katastrophale Intelligenz. Weil wir vor lauter Stolz auf unsere Erfolge bei der Entwicklung sich selbst steuernder Computer nicht bedenken, wohin es führt, wenn Computer lernfähig gemacht werden. Ein automatisiertes Lernen, das sich selbst zu immer weiteren Lernschritten antreibt und befähigt, wird irgendwann unsere beschränkte menschliche Lernfähigkeit übertreffen. Dann steht uns Menschen erstmals eine Kreatur von überlegener Intelligenz gegenüber, die ganz selbstverständlich mit uns so verfahren wird, wie wir Menschen es mit allen anderen Kreaturen gemacht haben, denen wir an Intelligenz überlegen waren, – wir haben sie brutal bekämpft und uns dienstbar gemacht. Denn das ist ein Naturgesetz: Der Bessere herrscht. Und wieso sollten die Supercomputer der K. I. nicht nach diesem Naturgesetz handeln? Sie sind ja unsere Kinder (vgl. Intelligenz, Zukunftsforschung).

Veröffentlicht unter J-R, K, Lästerlexikon | Kommentare deaktiviert für K.I.

Kabarett

Kabarett ist immer links und extrem witzbemüht, also zum Lachen. Mit einem K.- Besuch versucht man, sich einen intellektuellen Anstrich zu geben, leider vergeblich, da  man keinen Gag festhalten kann, weil jeder perfekt angespitzte Satz sofort durch den nächsten ebenso perfekt angespitzten Satz plattgeklopft wird (vgl. Lachen, Nachdenklichkeit, Platzpatrone).

Veröffentlicht unter J-R, K, Lästerlexikon | vbnm Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Kabarett, politisches

Das p. K. hat noch nie etwas bewirkt. Es ist bloß eine Puppenstuben-Kunst, die der Obrigkeit eine lange Nase dreht. Ernst zu nehmen war das p. K. nur, als es im Konzentrationslager erlaubt war, wo es seine Wirkungslosigkeit beweisen sollte (vgl. Infamie, Jux, Zensur).

Veröffentlicht unter J-R, K, Lästerlexikon | vbnm Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Kammerjäger

(Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein)

K. klingt zwar so kühn veralbernd wie Asphaltcowboy, ist aber so ernst gemeint wie Raumpflegerin. Es kommt halt immer auf das Gesicht an, das man bei der Nennung solcher Begriffe macht (vgl. Ironie, Witzbold).

Veröffentlicht unter J-R, K, Lästerlexikon | Kommentare deaktiviert für Kammerjäger

Kannibalismus

Kannibalismus

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

Dass der Mensch den Menschen braucht, weiß man inzwischen. Aber dass er ihn isst, ist eine der schrecklichsten Vorstellungen für uns Menschen und deshalb fast überall tabuisiert. Den Begriff K. hat man in Anlehnung an die Eingeborenen einer Karibikinsel gebildet, die man Kariben nannte. Für sie soll charakteristisch gewesen sein, dass sie Menschenfleisch aßen. In der Kette unserer Vorfahren hat es öfters diese schlechten Essmanieren gegeben, u. a. bei den Neandertalern. Und es real slot machine gibt heute noch Eingeborenenstämme, bei denen das nach wie vor üblich sein soll. Daneben kommt es ausnahmsweise bei Gruppen von Verhungernden zu solchen Exzessen. Ob die Menschenesser in früheren Zeiten und die heutigen aus Not zu dieser Speise griffen und greifen oder aus anderen Gründen, vor allem, um von bestimmten Krankheiten geheilt zu werden, weiß man im Einzelfall nicht. Vorstellbar ist auch, dass es den Menschenfressern darum geht, die Kraft und den Mut des Menschen sich einzuverleiben, den sie essen, nicht unbedingt auch seine Frömmigkeit (vgl. Geschmackssache, Missionar).

Veröffentlicht unter J-R, K, Lästerlexikon | vbnm Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Kapitalismus

Nur Dummköpfe meinen, K. sei das Gegenteil von Sozialismus. Sie haben noch nie von dem Zwillingspaar Privat-K. und Staats-K. gehört, deren gemeinsames Kennzeichen das Bestreben ist, mit so wenig Aufwand wie möglich soviel Gewinn wie möglich zu erzielen. Und genau das ist die Definition des Begriffs Kapitalismus. Der Unterschied zwischen Staats-K. und Privat-K. liegt einerseits in der Motivation der Menschen zur Leistung und andererseits im wirtschaftlichen Erfolg. Während der Privat-K. zur Leistungssteigerung auf finanzielle Anreize setzt, ködert der Staats-K. seine Leute mit Orden und Titeln und Urkunden und kleinen Vorteilen bei der Verteilung knapper Güter wie Wohnung oder Reisen. Der plumpe Reiz des generellen Tauschmittels Geld hat sich stets als viel wirksamer erwiesen als die eigentlich direkter auf menschliches Grundstreben ausgerichteten Streicheleinheiten. Damit war der wirtschaftliche Erfolg des Privat-K. wie der Misserfolg des Staats-K. programmiert (vgl. Durchgangsinteressen, Fusion, Geld, Grundstreben, Ich, Sozialismus).

Veröffentlicht unter J-R, K, Lästerlexikon | vbnm Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Kardinaltugenden

In der Antike die 4 Haupttugenden Weisheit, Tapferkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit. Was damals noch als eine Aufforderung an Herrscher gelten konnte, wurde im 17. Jahrhundert umgebogen zu Gerechtigkeit und den typischen Untertanentugenden Fleiß, Gehorsam und Demut. Kein Problem, denn schon immer hat, wer was werden wollte, sich weder an das eine Rezept noch an das andere gehalten (vgl. Machiavelli, Moral, Platon, Politiker).

Veröffentlicht unter J-R, K, Lästerlexikon | vbnm Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Karneval

Die tollen Tage von wild ausgelebter Unordnung und Freizügigkeit stammen noch aus der Zeit, da den Untertanen von Bischof und Landesvater nur ausnahmsweise Freiheiten erlaubt waren, auf einige Kalendertage beschränkt und als Ventil gedacht, zum Heißluftablassen, um die Gefahr von Unruhen zu verringern. Heute eigentlich überflüssig, weil wir uns jederzeit alles erlauben können (vgl. Freiheit, Fröhlichkeit).

Veröffentlicht unter J-R, K, Lästerlexikon | Kommentare deaktiviert für Karneval

Katze

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

die K. gehört zu den ältesten Hausgenossen des Menschen. Und doch hat sie es bis heute nicht für nötig gefunden, mehr als Miau zu uns zu sagen. Wenn das nicht alles sagt – über uns (vgl. Anpassung, Bescheidenheit, Naturbegeisterung, Sprache).

Veröffentlicht unter J-R, K, Lästerlexikon | vbnm Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Kauflust

Wer die besten Jahrzehnte seines Lebens damit vertut, für fremde Interessen zu schuften, darf sich mit dem verdienten Geld Freude kaufen. Wenn es auch nur die Freude am Kaufen selbst ist, weil man weiß, dass es doch weitgehend Schund ist, was man für sein Geld bekommt (vgl. Bescheidenheit, Frustkauf, Geld, Mehrwerttheorie).

Veröffentlicht unter J-R, K, Lästerlexikon | vbnm Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar