Archiv der Kategorie: Z

Zahn

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

In erster Linie Beißwerkzeug, heute auch kosmetischer Protz. Zum archaischen Lächeln riss man nicht das Maul auf. In der ganzen Antike zeigte man sich nicht die Zähne. Und das blieb so bis zur Neuzeit. Aus gutem Grund. Erst die Amerikaner, in der Zahnprothetik Spitze, haben uns beigebracht, dass das Gebissblecken, das Zeigen der falschen Zähne – weiß, weißer, am weißesten – bei wieherndem Lachen ein Ausdruck von Natürlichkeit und Freundlichkeit ist (vgl. Amerikaner, Drohhaltung, Lachen, Zähnefletschen).

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Zähnefletschen

Illustration: Jochen Böttcher, Klein Schmölen bei Dömitz

Illustration: Jochen Böttcher, Klein Schmölen bei Dömitz

Nachdenklich muss machen, dass wir die Zähne fletschen, wenn wir Freundlichkeit signalisieren wollen. Und das je mehr, umso wilder grimassierend. Das Z. hat im gesamten übrigen Tierreich die genau gegensätzliche Bedeutung. Was unwiderlegbar beweist, dass wir Menschen von Grund auf unehrliche Wesen sind (Drohhaltung, Körpersprache, Menschlichkeit, Zahn).

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Zahnspange

Modernes Folterinstrument, von den Zahnärzten massenhaft eingesetzt, weil sie das Einheitsgesicht fördert und gutes Geld einbringt. Wer soll da noch ein Gedicht auf das eine vorwitzige Zähnchen seiner Freundin machen? (vgl. Gesichtsverlust).

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