Archiv der Kategorie: W

Waffenproduzent

Illustration: Klaus Päkel, Neunkirchen-Seelscheid

Illustration: Klaus Päkel, Neunkirchen-Seelscheid

Der W. ist ebenso unverzichtbar für die Grundversorgung der Menschheit wie der Literaturproduzent und doch sein genaues Gegenteil: Kriegt dieser extrem viel Geld und einen schlechten Ruf, so kriegt jener einen guten Ruf und extrem wenig Geld (vgl. Autor, Grundbedürfnisse).

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Wahlen

W. sind die bejubelten Markenzeichen der Demokratie. Dabei zwingen sie das Wahlvolk, sich in gegnerischen Gruppen zu bekämpfen. Die W. beenden also keinen Streit unter den Volks- und Interessengruppen, sondern erzeugen und verstärken ihn. Ein unvermeidlicher Nachteil der Demokratie. Unter einer Alleinherrschaft ohne W. würde es friedlicher zugehen, weil die Leute sich einig wären – als die Opfergemeinschaft (vgl. Demokratie).

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Wahndelikt

Wahndelikt ist, was im Wahn getan und deshalb kein Delikt ist. Aber – da erwürgt ein in Deutschland lebender muslimischer Gastarbeiter seine 16jährige Tochter, die einen nichtmuslimischen Freund hat, um seine Familie von der Schande zu reinigen, wie es Sitte und Tradition von ihm verlangen. So hat er es daheim gelernt. Deshalb ist der Vater überzeugt, keinen Mord begangen zu haben, und wundert sich sehr, dass er dennoch verurteilt wird. Das fehlende Unrechtsbewusstsein konnte ihn nicht vor dem Kerker bewahren, weil man von ihm erwarten konnte, dass er nicht nur die Gesetze seiner alten Heimat kennt und respektiert, sondern erst recht die der neuen. Das zeigt: Die bei uns lebenden Ausländer benötigen nicht nur Sprachunterricht, es fehlt ebenso an Unterweisung in Rechtskunde. Auch deshalb sind sie in unseren Gefängnissen weit überproportional vertreten. Also eine neue Chance für unsere vielen arbeitslosen Juristen, speziell auch für unterbeschäftigte Anwälte (vgl. Ausländerfeindlichkeit).

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Wahrheit

Selbst Leute, die noch nie von Epiktet (50 – ca. 125) gehört haben und von seinem Ausspruch, dass es nicht darauf ankommt, wie die Dinge sind, sondern wie sie gesehen werden, sind seine gelehrigen Schüler und damit erfolgreich. Epiktet geht es mit dieser W. so wie Gossen mit seiner und mir mit meiner: Sie wird nicht besonders geschätzt, weil sie scheinbar auf der Hand liegt (vgl. Binsenweisheit, Demokratieschwund, Gossen, Ich, Lügenpresse, Meinungsäußerung, Wahrheitsfindung).

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Wahrheitsfindung

(Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein)

Sich modern gebende Wissenschaftler und Theologen bemühen sich um die Überwindung des alten Gegensatzes von Wissenschaft und Religion. Damit könnten sie Erfolg haben, weil es sich um keinen allzu großen Unterschied handelt.  Ist doch jede wissenschaftliche Aussage nur solange wahr, wie sie nicht von neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Kokolores gemacht wurde, während die religiösen Aussagen von Anfang an Kokolores sind (vgl. Dogma, Galilei, Inquisition, Spinat, Wahrheit).

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Wahrheitsliebe

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

Wer von Priestern, Philosophen oder Politikern die Wahrheit zu hören verlangt, macht sich mit seiner W. nur lächerlich. Liegt doch auf der Hand, dass die einen uns so wenig mit der Wahrheit dienen wollen, wie die anderen es können und die dritten es dürfen (vgl. Astabsägen, Beruf, Kompetenz, Lippenbekenntnis, Postfaktisch).

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Währungsstabilität

Bis zur Jahrtausendwende war die Stabilität der Deutschen Mark (DM) der Stolz der Bundesrepublik Deutschland. Und die Deutsche Bundesbank war der Garant dafür. Doch weil deren Unabhängigkeit den Politikern Fesseln anlegte, hatten die nichts Besseres zu tun als sie zu entmachten und durch eine Europäische Zentralbank zu ersetzen, die sich von den Regierungen manipulieren lässt (vgl. Euro, Politiker, Schuldenmacherei).

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Wasser

Illustration: Jochen Böttcher, Klein Schmölen bei Dömitz

Illustration: Jochen Böttcher, Klein Schmölen bei Dömitz

Chemisch eine Verbindung von zwei Atomen Wasserstoff mit einem Atom Sauerstoff. In der Natur aber mit einigen hundert weiteren Ingredienzien „angereichert“. Das W. ist unser wichtigstes Grundnahrungsmittel und Reservoir für diverse Lebensmittel. Dennoch behandeln wir die Meere, Seen und Flüsse als Abfallgruben für alles. Was wohl nur damit zu erklären ist, dass der Mensch zu mehr als 90 % aus W. besteht – auch im Kopf (vgl. Ignoranz, Umweltverschmutzung).

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Wehrpflicht

Sich modern gebende Staaten ziehen die Wehrpflicht einer Berufsarmee vor, weil man sich einbildet, der Bürger in Uniform habe ein höheres Ethos als der Berufssoldat. Doch brauchen sie bei besonders gefährlichen Einsätzen Freiwillige. Und erst recht brauchen sie Wehrdienstverweigerer, weil sie sonst keine billigen Arbeitskräfte für die sozialen Dienste finden (vgl. Absurdität, Profi, Söldner).

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Weib

Die andere Variante des Menschen, von der Natur her als Alternative zum Mann definiert

Illustration: Petr Simak, Ludwigshafen/Rhein

Illustration: Petr Simak, Ludwigshafen/Rhein

durch das Fehlen des Penis. Um ihn doch zu bekommen, ist die Frau auf die Überbetonung des Busens verfallen, obwohl das eine überhaupt nichts mit dem anderen zu tun hat und beides auch nicht sinnvoll zusammengebracht werden kann. Ein Mann, der den Frauen den Busen neidet, hat es leichter. Er braucht nur viele hormongefüllte Brathähnchen zu essen, dann wächst er ihm ganz schnell (vgl. Brüste, Geschlecht, Neid).

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