Archiv der Kategorie: E

Einparken

E. können die meisten meiner Zeitgenossen, obwohl sie es nicht können, richtig schreiben; wird zum Glück ja so geschrieben wie gesprochen (vgl. Kompetenz).

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Einsamkeit

Einsamkeit ist eine Situation, in der du dich nicht über andere ärgern musst – dafür über dich selbst um so mehr (vgl. Ich).

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Einsiedler

Der E. lebt im Abseits von dem, was er in der Natur findet, daneben meistens auch von Sachspenden frommer Bewunderer. Dem E. wird die Zeit lang, wenn er sich – wie üblich – nur mit einem Totenkopf beschäftigt; denn was der ihm sagt, weiß er ja schon. Am besten ist man natürlich als E. dran, wenn man eine E.in bei sich hat, mit der man sich gut versteht. Dann wird die Zweisiedelei zum kleinen Paradies. Einziger Nachteil: Die Spendenfreudigkeit der Mitmenschen geht rapide zurück, und das bei mindestens verdoppeltem Appetit (vgl. Ehe, Epidemie, Single).

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Einstiegsdroge

Was auch immer, ob Haschisch oder E-Zigarette, stets ist gleich das Verdikt bei der Hand: Das ist eine E., die zu der Abhängigkeit von gefährlichen Suchtmitteln führt. Dabei ist offensichtlich, dass Muttermilch die problematischste E. ist. Bringt uns doch die frühkindliche Gewöhnung an die Mutterbrust die lebenslange Sucht ein, nach dem weiblichen Busen zu gucken, zu gieren, zu grapschen – und uns so manches Mal die Finger daran zu verbrennen (vgl. Rauschgift, Verführung).

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Ekel

Ein starkes Gefühl des Abscheus. Tiere kennen keinen E., und auch uns Menschen wird er in den ersten Lebensjahren nur mühsam beigebracht. Wozu? Damit wir ein Leben lang das lästige Gefühl, das nicht einmal zur Gefahrenabwehr taugt, nicht mehr los werden (vgl. Natur, Sozialisation, Zivilisation).

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Emanzipation

Der Reinfall des 20. Jahrhunderts. Denn was als Befreiung der Frau aus der Abhängigkeit vom Mann gedacht war, entartete zur Angleichung an den Mann, womit sich die Frau die Last einer Doppelrolle auflud, bei gleichzeitigem Wegfall aller traditionellen Privilegien. Dumm gelaufen. Und weil Dummheit abstößt, wurde der Begriff Emanze auch noch zum Schimpfwort (vgl. Dekadenz, Frauenforschung, Genialität, Gleichmacherei, Volksverdummung, Zubehör).

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Emoji

Um nicht ernst gemeinte schriftliche Beiträge von ernst gemeinten unterscheidbar zu machen, was man in weniger abgeschliffenen Sprachen als dem Englischen durch ein geschicktes Formulieren schafft, hat 1982 der amerikanische Informatik-Professor Scott E. Fahlman vorgeschlagen, ein Bildzeichen zum Text zu setzen. So wurde das erste Emoji :-) kreiert. Inzwischen gibt es viele Tausende solcher Emojis, die aber in verschiedenen Ländern manchmal unterschiedliche Bedeutung haben. Deshalb entwickelten sich schon Emoji-Wörterbücher, und es gibt bereits Emoji-Dolmetscher. Doch eine Ersatz- oder Welthilfssprache stellen die Emojis damit nicht dar, weil sie kaum einen Wortschatz und keine Grammatik haben. Auch haben sie natürlich keine einheitliche Aussprache. Und eine hochentwickelte und formenreiche Kultursprache wie das Deutsche braucht sie eigentlich überhaupt nicht (vgl. Scherzkeks, Welthilfssprache).

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Endlich

Immer klein geschrieben, obwohl bloß als Ausdruck von Ungeduld – wenn nur e. mein Bier käme – ein schwaches Wort, jedoch als Ausdruck von Weisheit – weil alles Leben e. ist – das stärkstmögliche Wort überhaupt (vgl. Sprache).

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Engländer

Der E. ist ein verstellbarer Schraubenschlüssel. Den sollte man als Warnung vor sich sehen, wenn es um die E. geht, also um die Bewohner Englands. Denn die verstehen es seit jeher, ihre Interessen so kraftvoll, verstellt und unwiderstehlich in immer neuen Windungen durchzusetzen, dass den politischen und kommerziellen Gegnern Hören und Sehen vergeht und sie nur noch Bahnhof verstehen, und zwar, als wäre das selbstverständlich, auf Englisch (vgl. Amerikaner, Deutscher, Schwede, Schweizer, Verallgemeinerung).  

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Enkel

Enkel sind das Größte, sobald man einsehen muss, dass man aus sich selbst nichts Großes gemacht hat und auch aus seinen Kindern nichts Großes mehr werden kann (vgl. Bescheidenheit, Nachkommenschaft).

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