Archiv der Kategorie: T

Tennis

Weil beim T. immer von Sätzen die Rede ist, die ohne jede Aussage und deshalb absolut uninteressant sind, hier die drei Sätze, die alles über T. sagen: Das natürliche Vergnügen, mit einem Partner oder einer Partnerin Ball zu spielen, indem man den Ball hin und her fliegen lässt, ist beim T. in sein Gegenteil verkehrt worden, nämlich in Schadenfreude. Die genießt man, wenn es einem gelungen ist, den Ball so unpassend zu dem anderen hinüber zu befördern, dass der ihn nicht zurückzuschlagen schafft. Die von einer florierenden Industrie geförderte Sportart T. ist somit nicht nur für den Körper der Spieler schädlich, sondern auch für ihre Psyche (vgl. Kommerz, Spiel, Tennisarm).

 

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Terror

Abwertender Sammelbegriff für alle gegen Unbeteiligte ausgeübte Gewalt, die sich aus irgendwelchen Gründen dazu berechtigt glaubt. Sobald Terroristen an die Regierung gekommen sind, heißt der T. in der Rückschau Heldentum und in der täglichen Anwendung Staatsgewalt (vgl. Friedensnobelpreis, Werte, Wertewandel).

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Terrorismus

Der T. (z. B. 11. 9. 2001 New York) hat bisher nicht zu der Frage geführt, woher er kommt. Er gilt einfach als Aktion der Bösen gegen die Guten. Diese Auffassung hat in den Köpfen mancher Politiker dazu geführt, dass der T. den Krieg als den Vater allen Schreckens abgelöst hat. Galt für moderne Staaten bisher der Krieg als das, was man mit jeder Art Politik zu vermeiden suchen musste, so wird neuerdings der T. als das gesehen, was man sogar mit jeder Art Krieg zu vermeiden suchen muss, also auch mit einem Präventivkrieg (vgl. Böse, Bush-Krieg, Irak, Präventivkrieg, Völkerrecht).

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Terrorismus, internationaler

Die modernste und effektivste Form der Überwindung des Nationalstaats. Doch extrem gewalttätig. Und weil nicht mehr Staatsführer sich das absolute Gewaltmonopol anmaßen, sondern Sektierer, nicht so leicht ins Visier zu nehmen und zu bekämpfen. Was zu weltweiter Aufrüstung und Umorganisation der Streitkräfte führt (vgl. Drohnen, Frieden, Wehrpflicht).

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Terrorist

Kein Beruf, sondern nur eine Übergangsbeschäftigung, entweder hin zum gewaltsamen Tod (z.B. Che Guevara) oder aber zum Staatsführer (z.B. Menachem Begin). Bei besonders hartnäckigen Burschen (z.B. Jasir Arafat) kann sich die Entscheidung nervtötend lange hinziehen (vgl. Friedensnobelpreis, Terror).

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Text

Der simple Werbekugelschreiber und das unbeschriebene Blatt Papier, wer hätte diesen beiden Wegwerf-Utensilien prophezeien können, dass sie sich einmal paaren und ein Kind bekommen würden, wenn sie Glück haben, sogar eines, das nicht bloß ein Wegwerf-Produkt ist (vgl. Geschreibsel, Kreativität, Wunder).

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Theaterkritiker

Der große Guru des Momentanen, der zungeneifrige Beschwörer des Schnellvergänglichen. Ein Mensch, der den Schauspielern, die er bewundert und beneidet, verwandt ist, weil seine Sprache so überzogen ist wie deren Spiel, weil er wie sie vom Applaus lebt und weil auch ihm die Nachwelt keine Kränze flicht (vgl. Kritiker, SchauspielerZufriedenheit).

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Theke

Die T. des Stammlokals ist die jüngere – und leider auch dümmere – Schwester des Salons. Wer das Gespräch sucht, braucht sich an der T. nur als guten Fund zu zeigen, d. h. bereit zu sein zuzuhören, schon wird er hemmungslos zugelabert (vgl. Informiert, Informationsbrei, Salon).

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Tiere

Die T. sind gescheiter als wir Menschen. Wenn ein T. sein Opfer erwischt hat, gibt es eine glückliche und eine unglückliche Partei. Bei den Kämpfen der Menschen ist das nie so eindeutig (vgl. Ich-Instinkt).

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Tierlieb

Wer sich besonders t. zeigen will, dem sei empfohlen festzulegen, dass er nach seinem Ableben nicht ins Krematorium gebracht wird, sondern ganz normal unter die Erde. Soherum ist der Fleischverzehr übrigens auch für konsequente Veganer erlaubt (vgl. Aasfresser,  Appetit, Fleischeslust, Konsequenz, Tierliebe, Veganismus).

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