Der Name der seit 1994 in Afghanistan das Rad der Geschichte zurückdrehenden Graswurzel-Muslime heißt ins Deutsche übersetzt Wissenssucher. Die Amerikaner übersetzen ihn mit Teufel. Dabei wurden die fanatischen Koranschüler erst von den Amerikanern mit viel Geld und modernstem Kriegsmaterial zu einer Machtgruppe aufgebaut. Der Anlass war, dass die Mudschahedin, die das Land von der sowjetischen Besatzung und dem von den Sowjets eingesetzten Präsidenten befreit hatten (1992), sich anschließend untereinander bis aufs Blut bekämpften. Die Reste dieser Mudschahedin hielten im Herbst 2001 im äußersten Nordosten nur noch weniger als 10 % des Landes, wurden dann jedoch von den Amerikanern aufgepäppelt (Programm Beelzebub!?), um dem so schrecklich geschundenen Land die zuvor aufgepäppelten sogenannten Taliban-Teufel auszutreiben (vgl. Amerikaner, Fundamentalismus, Pipelineprojekt, Regierungskriminalität, Weltpolizist).
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Verschlagwortet mit Taliban
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An dem allgewaltigen Staat und seiner scheinbar ebenso allgewaltigen Währung vorbei entwickeln sich seit Jahren T., die Waren und Dienstleistungen (Kuchen, Fahrradreparatur, Anstreichen, Bücher usw.) auf der Basis von Phantasiewährungen (Batzen, Kreuzer, Talente u.a.) abrechnen und damit sogar die allesvergewaltigende Finanzbürokratie umgehen. Die Vorbilder sind sog. Barterclubs in den USA und die besonders erfolgreiche argentinische Nebenwährung “Credito”. Auch in England, Frankreich, Italien und der Schweiz blühen die T., die in Deutschland noch kleine Brötchen backen müssen. Denn hierorts ist bekanntlich alles verboten, weshalb Finanz-, Sozial- und Arbeitsämter sowie Wettbewerbshüter den T.n Schwierigkeiten machen (vgl. Geld, Privatinitiative).
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Verschlagwortet mit Tauschringe
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Es gibt Leute, die erklären einem, eine T. sei ein Pleonasmus. Wem das nichts sagt, der merke sich die Erklärung: Das eine Fremdwort wie das andere bezeichnet eine überflüssige Doppelung des Ausdrucks. Ein typisches Beispiel erscheint immer wieder in der Presse: Religiöser Wahn (vgl. Religion).
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Verschlagwortet mit Tautologie
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Der Kulminationspunkt in einer wunderschönen Entwicklung der Kommunikation. Von nun an geht’s bergab, weil die Quassler keine Hemmungen mehr haben und nicht zu stoppen sind (vgl. Nervensäge, Rentnerlustbarkeit, Zivilisation).
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Verschlagwortet mit Telefon-Flatrate
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Habe noch keine drei T.n gekauft. Weil ich nicht erkennen kann, worin der Vorteil für mich liegt, wenn ich dem Telefonunternehmen durch Vorauszahlung einen zinslosen Kredit gebe. Und dass ungebrauchte Karten auch noch verfallen, ohne dass man das Geld zurück kriegt, ist eine Zumutung, für die ich nicht blöd genug bin. Deshalb kann ich die forcierte Abschaffung von Münzapparaten zugunsten der Kartenautomaten nur als Erpressung bezeichnen (vgl. Telekom, Dummheit).
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Verschlagwortet mit Telefonkarte
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Eine aussterbende Spezies. Wird abgelöst von äußerst praktischen Telefonsäulen. Die das Schild “Fasse dich kurz!” nicht mehr brauchen und in denen man keine Taschen und kein Portemonnaie liegenlassen kann, denn man geht eh nicht dran, weil man keine Hand frei hat und kein Telefonbuch findet, beziehungsweise ist schnell wieder weg, weil man im Regen steht oder es drumherum zu laut ist (vgl. Innovation, Schildbürgerstreich).
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Verschlagwortet mit Telefonzelle
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Das T., die Übersicht über die hochgerechneten Einschaltquoten von Fernsehsendungen, Woche für Woche auszugsweise von den Programmzeitschriften veröffentlicht, misst nicht nur die Attraktivität von Sendungen. Es vermisst dabei auch die Köpfe der Deutschen. Genau wie der Autor. Dem sogenannten Volk der Dichter und Denker, so der T.-Befund, geht heute nichts mehr über Krimis, Fußballübertragungen und Seifenopern. Der Befund ist eindeutig: Wir sind unbeirrbar in der Verfolgung von Unrecht, dazu sportlich und sauber (vgl.: Bildung, Fernsehen, Dekadenz).
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Verschlagwortet mit Telemeter
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Ein Zeitvertreib, bei dem es darum geht, einen kleinen Ball so über ein niedrig gespanntes Netz zu schlagen, dass der auf der anderen Seite des Netzes stehende Gegenspieler es nicht schafft, den Ball zurückzuschlagen, so dass kein Zusammenspiel zustande kommt. Dabei ist immer von Sätzen die Rede. Doch gibt es zum Glück auch Leute, für die solche Sätze ohne jede Aussage absolut uninteressant sind (vgl. Kommerz, Spiel).
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Verschlagwortet mit Tennis
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Abwertender Sammelbegriff für alle gegen Unbeteiligte ausgeübte Gewalt, die sich aus irgendwelchen Gründen dazu berechtigt glaubt. Sobald Terroristen an die Regierung gekommen sind, heißt der T. in der Rückschau Heldentum und in der täglichen Anwendung Staatsgewalt (vgl. Friedensnobelpreis, Werte, Wertewandel).
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Verschlagwortet mit Terror
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Der T. (z. B. 11. 9. 2001 New York) hat bisher nicht zu der Frage geführt, woher er kommt. Er gilt einfach als Aktion der Bösen gegen die Guten. Diese Auffassung hat in den Köpfen mancher Politiker dazu geführt, dass der T. den Krieg als den Vater allen Schreckens abgelöst hat. Galt für moderne Staaten bisher der Krieg als das, was man mit jeder Art Politik zu vermeiden suchen musste, so wird neuerdings der T. als das gesehen, was man sogar mit jeder Art Krieg zu vermeiden suchen muss, also auch mit einem Präventivkrieg (vgl. Böse, Bush-Krieg, Irak, Präventivkrieg, Völkerrecht).
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Verschlagwortet mit Terrorismus
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Die modernste und effektivste Form der Überwindung des Nationalstaats. Doch extrem gewalttätig. Und weil nicht mehr Staatsführer sich das absolute Gewaltmonopol anmaßen, sondern Sektierer, nicht so leicht ins Visier zu nehmen und zu bekämpfen. Was zu weltweiter Aufrüstung und Umorganisation der Streitkräfte führt (vgl. Drohnen, Frieden, Wehrpflicht).
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Verschlagwortet mit internationaler, Terrorismus
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Kein Beruf, sondern nur eine Übergangsbeschäftigung, entweder hin zum gewaltsamen Tod (z.B. Che Guevara) oder aber zum Staatsführer (z.B. Menachem Begin). Bei besonders hartnäckigen Burschen (z.B. Jasir Arafat) kann sich die Entscheidung nervtötend lange hinziehen (vgl. Friedensnobelpreis, Terror).
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Verschlagwortet mit Terrorist
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Der große Guru des Momentanen, der zungeneifrige Beschwörer des Schnellvergänglichen. Ein Mensch, der den Schauspielern, die er bewundert und beneidet, verwandt ist, weil seine Sprache so überzogen ist wie deren Spiel, weil er wie sie vom Applaus lebt und weil auch ihm die Nachwelt keine Kränze flicht (vgl. Kritiker, Schauspieler, Zufriedenheit).
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Verschlagwortet mit Theaterkritiker
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Die T. ist die jüngere – und leider auch dümmere – Schwester des Salons. Wer das Gespräch sucht, braucht sich an der T. nur als guten Fund zu zeigen (vgl. Informiert, Informationsbrei, Salon).
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Verschlagwortet mit Theke
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Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein
Auf ihre T. sind viele Leute besonders stolz. Damit verraten sie oft, dass sie mit ihrem natürlichen Liebesverlangen bei den Mitmenschen nicht gut angekommen sind. Bei Tieren ist das einfacher. So unkritisch auf Herrchen oder Frauchen fixiert, wie sie sind. Tiere lieben uns nicht, weil es sie begeistert, wie wir uns für sie begeistern, sondern weil wir ihnen zu essen und zu trinken geben und ein warmes Nest. Das heißt, dass T. immer einseitig ist, für das Tier ist die Liebe nur ein Bratkartoffelverhältnis (vgl. Hund, Katze, Liebe).
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Verschlagwortet mit Tierliebe
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Lärm ist bekanntlich die Umweltverschmutzung Nummer Eins. Unser Hörsystem wehrt sich dagegen, indem es ihn mit einem permanenten Gegenlärm überlagert. Mediziner nennen das zirpende Dauergeräusch im Ohr T. oder auch “Weißes Rauschen”. Millionen Menschen hören es. Die daran leiden – oder zu leiden glauben, weil sie es sich als ein Leiden haben einreden lassen -, gehen auf Anraten der T.-Fachleute mit einem Gegenlärm dagegen vor (sog. Verdeckungstherapie). Sie stülpen sich stundenweise eine von einem Tongenerator erzeugte Maske von Dauergeräusch (sog. T-Masker) über, wodurch das T.-Zirpen unhörbar wird. So schaut man der Natur ihre Tricks ab, wenn man ganz besonders schlau zu sein meint. Ob dadurch die Fehlschaltung im Gehirn, die für das Dauergeräusch ursächlich ist, behoben wird, ist ja noch die Frage (vgl. Arzt, Genialität, Kommerz, Tinnef, Umweltverschmutzung).
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Verschlagwortet mit Tinnitus
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Auch der T. ist längst nicht mehr, was er einmal war. Denn der T. wird allmählich alt. Das zeigt sich daran, dass er immer zögerlicher, immer langsamer auswählt und zupackt. Dadurch können wir alt werden, viel älter als unsere Altvorderen. Und wenn wir nur fest daran glauben, dass die Entwicklung so weiter geht, dürfen wir hoffen, dass der T. vor uns stirbt (vgl. Alter, Hoffnung, Relativität, Unsterblichkeit).
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Der T. ist das Größte am Leben. Von seiner Unvermeidlichkeit zu wissen ist das Vorrecht des Menschen und der stärkste Antrieb zum Lebensgenuss. Doch nicht zu wissen, wann der T. einen wegrafft, ist das Allerbeste an ihm (vgl. Furcht, Genuss, Hoffnung, Horoskop, Tod, Todesverachtung).
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Verschlagwortet mit Tod
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Dass die T. keine Abschreckungswirkung hat, ist längst nachgewiesen. Deshalb ist sie von der Mehrheit der Länder weltweit abgeschafft worden. Wo sie noch gilt, entspringt sie einer besonders problematischen geistigen Verfassung der betreffenden Gesellschaft. Dahinter stecken Ideologien. Mehr als 80 % aller Hinrichtungen veranstalten bezeichnenderweise nur vier Staaten, nämlich China, Iran, Saudi-Arabien und USA. Und die Zahl der Exekutionen steigt. Fast immer sind es kleine Leute, bei denen sich die Staaten das Recht anmaßen, ihnen das Leben zu nehmen, das sie ihnen nicht gegeben haben. Dass es andere gibt, Politiker, Militärs, Wirtschaftler, Wissenschaftler, also sogen. Weiße-Kragen-Täter, deren Fehlverhalten unverhältnismäßig mehr Unheil anrichtet, ist bekannt. Aber weil die T. erwiesenermaßen keine Abschreckungswirkung hat, verzichtet man darauf, diese Groß-Täter zu verurteilen und hinzurichten (vgl. Ideologie, Gerechtigkeit, Regierungskriminalität).
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Verschlagwortet mit Todesstrafe
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Nicht ganz richtiger Begriff für die Haltung der islamischen Intifadakämpfer in Palästina, der Selbstmordattentäter im Irak und anderer, die sich selbst in die Luft sprengen, um ihre Gegner mit in den Tod zu reißen. Denn dabei geht es nicht um Verachtung, sondern um den Wunsch, als Märtyrer direkt ins Paradies zu kommen. Wer darüber stöhnt, dass es gegen solche Wahntäter keinen Schutz gibt, sollte sich an die christlichen Kreuzritter erinnern, die – durch Papst Urban II. und Bernhard von Clairvaux aufgehetzt – schon vor 900 Jahren mit derselben T. und Paradiesgier in Palästina gegen die islamischen Einwohner gewütet haben, weshalb sie als unbesiegbare Himmelhunde gefürchtet waren. Dass dieses Do-it-yourself-Märtyrertum weder in der Bibel noch im Koran seine Berechtigung findet, hat nie gestört (vgl. Frieden, Fundamentalismus, Kamikaze, Menschenverachtung, Religiosität, Selbstmord).
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Verschlagwortet mit Todesverachtung
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T. ist die generelle Duldung des Denkens und Handelns und Aussehens von Mitmenschen, obwohl es nicht mit dem eigenen übereinstimmt. Dies aus der nicht angezweifelten Gewissheit heraus, dass letztlich doch alle Menschen gleich sind. Sie ist eine der Grundvoraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben. Unfrieden kommt jedoch regelmäßig dadurch auf, dass niemand weiß, wo die Grenze zwischen T. und Selbstaufgabe liegt (vgl. Ethnie, Ich-Instinkt, Rasse, Seiltanz).
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Verschlagwortet mit Toleranz
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Illustration: Anja Buchheister, Mannheim
Man kann über den T. sagen, was man will, es stimmt fast immer. So viele Gesichter hat er. Doch in erster Linie ist T. das Fressen des großen Hundes aus dem Napf der kleinen Katze und das Schlafen in ihrem Lieblingssessel, im besten Falle auch noch das Schnüffeln an dem komischen Wesen (sogen. Kultur-T.), dessen sonderbare Reaktionen er nicht verstehen kann. Der Hund bleibt Hund, wird allenfalls, wenn er es übertreibt, ein armer Hund, die Katze aber, so sehr sie sich über das Interesse des Hundes freut, kommt auf den Hund, unweigerlich (vgl. Depravation, Entwicklungshilfe, Feedback, Prolet, Tourist).
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Verschlagwortet mit Tourismus
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Der T. ist das Brikett der weltweit größten Industrie, nämlich der Reiseindustrie. Von einheitlichem Format und deshalb gut stapelbar. Zwar macht man sich nur ungern die Finger daran schmutzig, braucht aber nur wenig Feuer zum Anzünden, und schon hat man einen ergiebigen Energiespender, denn als T. gibt der Mensch großzügiger Geld aus als daheim (vgl. Persönlichkeit, Tourismus).
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Verschlagwortet mit Tourist
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Oft gedankenlos als Wert an sich gesehen, hat die T. bei genauerer Betrachtung auch ihre Schattenseiten. Das beste Beispiel ist das seit hundert oder mehr Jahren gleichgebliebene Hotelgeschirr. Wer jemals mit so einem schweren, silbrig glänzenden Kaffeekännchen hantiert hat, weiß Bescheid: Fehlkonstruktion. An dem höllisch-heißen Henkel verbrennt man sich die Finger, und der tropfende Ausguss versaut einem den himmlischsten Frühstückstisch. Deshalb stellt sich, wo immer einem der hehre Begriff Tradition begegnet, automatisch der Gedanke an das Hotelkaffeekännchen ein – und man lässt die Finger davon. Es sei denn, man ist selbst genauso eine Fehlkonstruktion (vgl. Dummheit, Moderne).
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Verschlagwortet mit Tradition
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Der tiefste Grund tiefer T. ist: Je näher der gestorbene Mensch einem gestanden hat, um so mehr wusste er von den guten Seiten, die man ja schließlich auch hat, aber leider nur allzu selten zu zeigen Gelegenheit fand. Dieses Wissen hat er nun mit ins Grab genommen. Das positive Bild von sich, das man in ihm aufgebaut hatte, in langer, oft lebenslanger Bemühung, es ist einfach ausgewischt. Wenn das kein Grund zur T. ist, kein triftiger Grund zum Beweinen. Den Verstorbenen? – Nein, sich (vgl. Eigenliebe, Heuchelei, Nächster).
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Verschlagwortet mit Trauer
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