Grundbedürfnisse

Früher war man sich einig, dass die das Leben erst möglich machenden Bedürfnisse, also die G. aller Menschen, Nahrung, Unterkunft und Bekleidung sind. Menschenfreunde haben diese Dreiheit durch ein viertes Bedürfnis bereichert: Geschlechtsverkehr. Die Praxis der Haftstrafen und die Leiden von Internatszöglingen zeigen, dass sie damit recht haben; sie zeigt aber auch, dass noch ein fünftes Bedürfnis zu den G.n gehört: Bewegungsfreiheit. Und das eigentliche Grundbedürfnis eines jeden, nämlich sein Ich rauszuhängen, müsste zumindest als sechstes Grundbedürfnis ergänzt werden. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) jedoch lässt bei ihrer Definition der G. diese drei Ergänzungen unter den Tisch fallen und bezeichnet statt dessen als weitere G. neben Nahrung, Unterkunft und Bekleidung gesundes Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen, Transportmittel, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, angemessen entlohnte Arbeit, nichtzerstörte Umwelt und die Möglichkeit der Beteiligung an politischen Entscheidungen. Ende des Wunschzettels. Auf die äußere Fensterbank legen, wird dann vom Christkind abgeholt (vgl. Anerkennung, Blauäugigkeit, Bürokratie, Ich, Trinkwasser, Vereinte Nationen, Vernaschen).

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