Passiertes! – Passierte es?
Man erfährt von ukrainischen Ministern, die wegen Korruption entlassen wurden. Die Nachricht trifft uns an einem empfindlichen Nerv, weil es dabei auch um unsere Steuergelder geht. Dahinter steckt jedoch ein noch viel gewichtigeres Problem, nämlich, dass das abwertende Urteil Korruption das Fehlverhalten, das es anprangert, noch fördert. Denn je mehr man von Korruption hört und liest, um so lauter meldet sich in einem der innere Schweinehund mit seiner Ermahnung: Du wirst mit deiner Anständigkeit bald als der letzte Dumme dastehen. Also müsste man eigentlich eisern schweigen über K.
Unser Problem sind die Parteien. Sie haben in der Politik und in den Medien die Macht an sich gerissen. Ihre Führer bestimmen über die Köpfe der gewählten Bundestagsabgeordneten hinweg die Politik. Dabei sind Parteien in unserer Verfassung, dem Grundgesetz, bloß nebenbei erwähnt, aber nicht als Organe vorgesehen. Doch haben sie sich mit dem Gesetz zur Parteienfinanzierung frechweg einen Selbstbedienungs-Bankschalter geschaffen. Und ihre Ideologiespritzen, die parteinahen Stiftungen, finanzieren sie sogar erst seit Ende 2023 auf gesetzlicher Grundlage – auf unsere Kosten. Da bleibt dem Bürger nur die kleine Freude, wenn wieder einmal irgendwo ein unabhängiger Kandidat eine Wahl gewonnen hat.
Die Leserbriefspalten der Zeitungen werden mir immer wichtiger. Denn nur dort fand ich die Äußerung eines Steuerberaters, der in schonungsloser Offenheit das Finanzamt als verlängerten Arm des totalen Finanz-Überwachungsstaates entlarvte. Weil Institutionen wie die Versicherungen, Banken, Rententräger, Arbeitgeber und Arbeitsämter alle Daten über uns Bürger ans Finanzamt weiterreichen müssen. Die Rechtsgrundlagen dafür sind über viele Gesetze verstreut, somit völlig unübersichtlich, und der Staat hat kein Interesse daran, auf dem Feld für Ordnung zu sorgen.
Irland geht mit gutem Beispiel voran: Ab 2026 soll das Grundeinkommen für Künstler und Künstlerinnen, das Basic Income for the Arts (BIA), das zunächst nur ein Pilotprojekt war, dauerhaft fortgesetzt werden. Das Pilotprojekt war im April 2022 als dreijähriger Versuch gestartet worden, als Reaktion auf die Pandemie. Von rund 9.000 Kunstschaffenden, die sich beworben hatten, konnten sich damals 2.000 über ihr Losglück und eine wöchentliche Zahlung von 325 Euro freuen. Eine Kosten-Nutzen-Analyse des Pilotprojekts fand heraus, dass jeder damit investierte Euro ganze 1,39 Euro an gesellschaftlichem Mehrwert mit sich brachte. Gratulation! Obwohl es im Wirtschaftswunderland Deutschland noch keine Aussicht auf solch ein Losglück gibt, jetzt schaffe ich mit doppelter Begeisterung Mehrwert-Kunst.
Bei vielen Wörtern, die man heute zu hören kriegt, weiß man zunächst nicht, ob das deutsche Sprache ist, oder ob aus reiner Putzsucht mal wieder ein englischer Begriff gewählt wurde. Beispielsweise beim Wort gear, gesprochen Gier. Das ist unsere Gangschaltung. Passt doch!
Überraschendes in der diesjährigen Ausgabe des English Proficiency Index (EPI), der größten internationalen Sprachstudie über die weltweiten Englischkenntnisse Erwachsener in 123 Ländern. Deutschland verbesserte sich im weltweiten Vergleich (von nicht englischssprachigen Ländern) von Platz 10 auf Platz 4, Männer und Frauen etwa gleichauf, Jugendliche unter 20 aber etwas schlechter. Den ersten Platz belegen in diesem Index die Niederlande, gefolgt von Kroatien und Österreich. Deutlich ist dabei, dass Englisch weiterhin die am weitesten verbreitete Sprache für internationale Kommunikation ist. Zum Ausgleich schreibe ich meine Bücher weiterhin auf Deutsch. Mir reichen die rund zweihundert Millionen Leser, die ich damit erreichen kann.
Narziss ist jeder; denn Narzissmus ist mehr als ein modernes Schlagwort. Wer das mal so richtig miterleben und erleiden will, der liest das Buch „Narziss und das Glück im Bild“. Ein abenteuerlicher Bericht über einen adligen deutschen Hinterwäldler, den es in die Weltstadt London und dann nach Indien verschlägt. Mit seinem Lebensstil wird er stinkreich, und schließlich baut er sich daheim ein eigenes Lustschloss und gehört auf einmal zum Freundeskreis von Goethe. Was er Haarsträubendes erlebt hat, das ist alles wahrheitsgemäß geschildert. Das Buch basiert auf seinen Tagebuchnotizen und Briefen. Das ist spannender und aufschlussreicher als jeder Krimi.
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Der Computer Doktor in Mannheim