925. Ausgabe

Passiertes! – Passierte es?

 

Werden die Genderjecken immer jecker? Jetzt las ich den  ganz ernsthaft gemeinten Ausdruck Follower*innen. Was nichts anderes heißt, als dass die Genderquatsch-Welle sich bereits überschlagen hat und sich nur noch totlaufen kann.

 

Und schon zeigt sich die Abkehr von dem Genderunsinn: Die renommierte Berliner Tageszeitung „Tagesspiegel“ hat mitgeteilt, dass sie in ihrer gedruckten Ausgabe Schluss macht mit Sternchen und allen anderen Gender-Sonderzeichen. Zur Erklärung heißt es, die Abonnenten hätten „sehr deutlich darum gebeten“. Klar, dass die Rückkehr zur Vernunft bei privaten Unternehmen beginnt, weil die im Gegensatz zu allen Behörden, Rundfunkanstalten und Hochschulen in ihrem Portemonnaie den Unmut der Bevölkerung über die unverschämte Bevormundung zu spüren bekommen.

 

Ich kann mich noch daran erinnern, dass in der Presse die Frage diskutiert wurde, welches von den drei Geräten, die man immer bei sich haben will, die anderen beiden Geräte aufnehmen werde. Da ging es um Armbanduhr, Telefon und Kamera. Dass das Telefon das beherrschende Gerät sein werde, und sogar mit zig weiteren Funktionen, war kaum anzunehmen. Doch schon stellt sich für viele Menschen die Frage neu, und zwar für Hörgerät, Brille und Telefon. Ich tippe auf eine neue Superbrille.

 

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden hat uns mal wieder ein Wort des Jahres spendiert: Krisenmodus. Und hat uns auch verraten, was an 2. und 3. Stelle steht: Antisemitismus und leseunfähig. Die Auswahl sei getroffen worden nicht nach deren Häufigkeit, sondern nach deren Popularität und Signifikanz, so die Erläuterung. Na, schön, was auch immer das heißen mag.

 

Nun wissen wir endlich, warum die Menschen im Süden uns damit auf die Nerven gehen, dass sie viel lauter sprechen als wir. Das liegt an der Luft, in der die Schallwellen übertragen werden, hat jetzt ein Kieler Wissenschaftler festgestellt. Die klimabedingt wechselnden physikalischen Eigenschaften der Luft bewirken, dass eine Sprache leichter oder schwerer zu erzeugen und zu hören ist. So entstehen aus Klimaunterschieden Lautstärkenunterschiede. In wärmeren Klimazonen sind Sprachen deshalb häufig in einer höheren Lautstärke angesiedelt. Dachte ich’s mir doch, dass das Klima schuld ist.

 

Hilf, Himmel! Beim Hände über dem Kopf Zusammenschlagen zeigt sich, wie verheerend die Rechtschreibreform gewirkt hat. Stößt man bei diesem Ausdruck doch auf so viele Varianten des Falschschreibens, dass einem schwindelig werden könnte. Weil die Hände mal zusammen schlagen und mal das Hände-über-dem-Kopf-Zusammenschlagen ein Begriff ist. Mal mit Klein-Groß-Schreibung, mal vorsichtshalber ganz in Versalien oder scheinmodern ganz in Minuskeln. Es ist wahrhaftig zum Hände …

 

Wer seinen Bekanntenkreis ausweiten will, und das ganz weit, der braucht sich nur mein Australienbuch zu gönnen. Dutzende Begegnungen, die ich dort mit Aussies hatte, eine komischer und aufschlussreicher als die andere. Alles authentisch. Das ist Literatur, die einem was gibt. Denn so wird das Leseerlebnis zur großen Reise durch Australiens Norden, Süden, Outback und Osten – und das bei kleinsten Kosten: 16 Euro https://www.netzine.de/book/gesichter-australiens/?grid_referrer=4078

 

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