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Modetorheiten

Es gab eine Zeit, da lief man mit Perücke herum, obwohl man keinen Haarersatz brauchte. Dann kam die Zeit, da lief man mit Spazierstock herum, obwohl man nicht auf eine Gehhilfe angewiesen war. Und jetzt leben wir in der Zeit, da läuft man mit Brille herum, obwohl die meisten Brillenträger keine Sehhilfe benötigten. Sie ist ihnen nur von einem geldgierigen Augenarzt aufgeschwätzt worden, der ihnen nicht verraten hat, dass sie bloß die erschlaffte Augenmuskulatur zu trainieren brauchten. Der Unterschied zwischen diesen M. ist: Die ihre Perücke eines Tages ablegten, konnten sich immer noch gut sehen lassen, und die ihren Spazierstock wegstellten, konnten immer noch gut gehen, aber die ihre Brille weglegen, können dann viel weniger gut sehen als an dem Tag, an dem der Arzt ihnen die Brille verschrieben hat. Weil die Hinterglasaugen verärgert gesagt haben: Na, dann brauchen wir uns ja nicht mehr anzustrengen (vgl. Brille, Fahrrad, Kommerz, Mediziner).

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Geschmackssache

Der eine will Rotwein, der andere Weißwein, die eine will Tee, die andere Kaffee, und das nennen sie G., dabei müsste der eine eigentlich zugeben, dass er was gegen den Durchfall tun will, wie der andere gestehen müsste, er wolle sich keine Verstopfung holen, genauso die eine und die andere, wenn sie ehrlich wären. Denn die Versorgung hat stets mit der Entsorgung zu tun. Aber über sowas am Tisch zu sprechen, das ist halt G. (vgl. Förderer, Kannibalismus, Modetorheiten, Stroh, Umschreibungen).

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