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Tödliches Einmaleins

Tödliches Einmaleins

von Walter Laufenberg

ISBN

978-3-945424-63-6

Kategorie

Ein Historischer Heidelberg-Krimi

Umfang

168 Seiten, Br., 135 x 210 mm

Verlag

Morio-Verlag

Preis

12,95 €

Review

Ein Student liegt erstochen am Dicken Turm. Brachte er sich selber um? Oder war es Mord? Ein Toter, Erpressung, Bestechung und ein rabiater Kutschenüberfall: 1718 ist viel los in Heidelberg, viel zu viel. Nichts als Ärger für Carl Philipp, den neuen Pfalzgrafen, der gerade erst ins Heidelberger Schloss eingezogen ist. Er will der Stadt doch neuen Glanz verleihen. Mit einem frech-pfiffigen Hofnarren an seiner Seite, dem Zwerg Perkeo, bildet er ein unmögliches Gespann. Als die Geheimpolizei versagt, wird der Hofnarr, der eigentlich nur auf Frauen und Wein aus ist, zum Ermittler. Der regelt alles auf seine Art, und die Täter wissen nicht, wie ihnen geschieht …

Krimi-Lesung in HeidelbergBeim 4. Heidelberger Literatur-Herbst habe ich am 22. September 2018 aus meinem historischen Heidelberg-Krimi „Tödliches Einmaleins“ gelesen, in dem der Hofnarr Perkeo zum Ermittler wider Willen wird. Passenderweise hatte man mich für diese Lesung in das prächtige Kurpfälzische Museum Heidelberg eingeladen, in dem zwei Perkeo-Gemälde hängen.
Foto: Antje Schindler, Leverkusen

Und das sagen die Leser:

Eine ganze Reihe Laufenberg-Bücher habe ich schon gelesen. Doch der in Heidelberg spielende Perkeo-Krimi „Tödliches Einmaleins“ ist für mich das beste. So voller Esprit. Ein einziger Lesespaß.
Eberhard Stößel, Mannheim 24. Oktober 2018

Jetzt habe ich „Tödliches Einmaleins“, den Heidelberg-Krimi um Perkeo als Ermittler, gelesen und kann nur sagen: Erstklassig. Das war für mich die ideale Abwechslung zur täglichen Arbeit.
Dr. Dr. Tilo Johannes Barth, Mannheim 4. Juni 2018

Jetzt komme ich endlich dazu, Euch noch einmal für das spannend und humorvoll geschriebene Buch „Tödliches Einmaleins“ zu danken. Sprachlich ist es wieder mal ein echter „Laufenberg“. Und inhaltlich freut es mich, dass Ihr die facettenreiche Figur des Perkeo wieder aufgegriffen habt. Als großer Freund des Schlaraffenreyches „Aurelia Aquensis“ und Mitglied der „Flotte der schönen Aurelia“ war die Begegnung mit der schönen Aurelia in Eurem Buch besonders amüsant. Und für mich als Rt. Büch-Narr ist der letzte Satz des Buches „wird das Leben doch nur aus dem Blick des Narren erträglich“ von ganz persönlicher Bedeutung. ;-) Ich freue mich schon auf Euer nächstes Werk!
Rt. Büch-Narr (53) alias Helmut Laux, Bad Schönborn 24.2.18

Ich habe den Perkeo-Krimi “Tödliches Einmaleins” jetzt ganz gelesen und finde ihn großartig!
Peter Brownbill, Hinte 25. 10 17

Soeben habe ich den Perkeo-Krimi “Tödliches Einmaleins” beendet, wobei ich Dir für einige Stunden kurliger, witziger Unterhaltung vielmals Dank sage, Dich auch in nicht wenigen Sätzen, Aussprüchen, Handlungen wiedererkannt habe.
Doris Gsell-Urbanek, Triesen/Liechtenstein 20.10.2017

Der Perkeo-Krimi „Tödliches Einmaleins“ hat uns beide gut beschäftigt. Immer das volle Weißweinglas dabei. Wir schwelgen immer noch von Heidelberg. Deshalb ist das Perkeo-Buch mit seinen „Kriegsschauplätzen“ sehr lebendig.
Professor Joachim Müller, Bad Krozingen 19. 10. 2017

Betrifft „Tödliches Einmaleins“: Ich bin gespannt auf die Geschichte und staune, dass Dir immer wieder etwas Neues einfällt. Nun ja, es ist Dein Beruf = Deine Berufung.
Dr. Petr Simak, Ludwigshafen/Rhein 15. 9. 2017

Die Würdigung der Rhein-Neckar-Zeitung vom 20. 10. 2017:

www. Buecherbar.ccx.de im September 2017
Unsere Meinung:

Nach seinem ersten Buch um den Pfalzgrafen Karl Philipp und seinen Hofnarren, „Perkeo – der Zwerg von Heidelberg“, das 1990 erschienen ist, stellt Walter Laufenberg den trinkfesten Hofnarren zum zweiten Mal in den Mittelpunkt eines Romans. Auch dieses Buch ist wieder eine Mischung aus historisch Überliefertem (denn sowohl den Pfalzgraf als auch den Hofnarr hat es tatsächlich gegeben) und frei Erfundenem. Um es mit dem Spitznamen des Hofnarren zu sagen: „perché no?“ (Warum nicht?) – ist der Hofnarr doch eine interessante und unterhaltsame Figur, die durchaus auch einen Kriminalfall tragen kann. (Auch wenn er selbst für seine Umwelt manchmal nur schwer erträglich ist.) Die Geschichte in diesem Buch spielt im Winter des Jahres 1718, kurz nachdem Karl Philipp die Nachfolge seines verstorbenen Bruders als Kurfürst von der Pfalz angetreten und mit seinem Hofstaat von der Hofburg in Innsbruck ins Heidelberger Schloß gezogen war. Letzteres hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einiges zu überstehen gehabt, von dem man auch im Laufe des Romans einiges erfährt, und laut Perkeo bloß aus einer Handvoll halbwegs bewohnbar gemachter Ruinen bestand. Perkeo selbst war zu dieser Zeit kurfürstlicher Kammerherr und Ritter, mit Schärpe, Schlüssel, Großkreuz und dem offiziellen Titel Lustiger Rat. Dabei gehörte es in diesem Buch zu seinen Aufgaben, sich auch die Klagen und Wünsche der neuen Untertanen des Pfalzgrafen anzuhören – auch wenn er dazu, wie zu Beginn dieser Geschichte – absolut keine Lust hat (denn seine Lust galt eher dem Wein und den Frauen). Sein Unwille führt dazu, daß er die Frage von drei Studenten der Rechtskunde statt mit einer Antwort mit einem gehobenen Daumen abspeist. Eine Geste, die er im Laufe der Geschichte mit immer wieder neuen Auslegungen rechtfertigt. Ob es am Ablauf dieser Audienz lag oder andere Gründe hatte, jedenfalls war einer der drei Studenten wenig später tot, und der Pfalzgraf, unzufrieden mit der Behandlung seiner „Subjekte“ durch den Narren, verdonnerte diesen dazu, in dem Todesfall zu ermitteln, als sich herausstellte, daß an dem angeblichen Selbstmord einiges merkwürdig erschien. Was dieser zunächst höchst unwillig, später aber immer interessierter und effektiver in Angriff nahm. (Zumal es ihm den Besuch eines Weinbauern und diverser Damen erlaubte.) Ob und wie es ihm gelingt, den Fall aufzuklären und den oder die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen, wird nicht verraten.
Nur soviel: Der Narr ist zwar nicht der sympathischste Ermittler, von dem wir je gelesen haben, aber es ist außerordentlich unterhaltsam, ihn bei seinen Nachforschungen (und den Wortgefechten mit seinem Grafen) zu begleiten. Ganz nebenbei erfährt man noch einiges über das Leben in Heidelberg und Umgebung zur Zeit des Pfalzgrafen Karl Philipp. Spannende Unterhaltung mit (manchmal leider nicht ganz so) unauffällig eingebundener historischer Information, so mögen wir das und so ist dieses Buch für uns auch ein Tip. Und vielleicht gibt es ja noch weitere Kriminalfälle, die Walter Laufenberg den kleinen großen Narren lösen lassen könnte. Wir würden jedenfalls gerne mehr aus dieser Welt lesen. Ach ja, und natürlich muß der Narr in diesem Buch wie in dieser Meinung das letzte Wort haben, und sei es nur aus Menschenfreundlichkeit. Denn schließlich „wird das Leben doch nur aus dem Blickwinkel des Narren erträglich.“

In der Histo-Couch heißt es
Zwei Messerstiche ins Herz, der erste bereits tödlich. Dazu eine Tatwaffe in der rechten Hand eines Linkshänders für den als Katholik ein Selbstmord eine Sünde gewesen wäre. Angesichts dieser Ausgangslage kann es schon mal ein paar Seiten dauern (eigentlich eher nicht) bis von einem Mord ausgegangen wird. Zwerg Perkeo darf man dabei keinen Vorwurf machen, denn er interessiert sich ohnehin fast ausschließlich für Wein und Weib bei ständig wechselnder Reihenfolge. Nebenbei gilt es den Pfalzgrafen bei Laune zu halten, Streitgespräche und Spöttereien beherrschen den Alltag am Hof. Allein bei der Religion versteht der Kurfürst keinen Spaß. Das Leben am Hof wird in bunten Bildern zum Leben erweckt und auch die politische Lage kommt zur Sprache. Allerdings in überschaubarem Maße, was zumindest teilweise dem Umfang des Romans (insgesamt 160 Textseiten) geschuldet ist. Durch das selbstherrliche Auftreten des Protagonisten und dessen losen Mundwerks bietet Tödliches Einmaleins eine kurzweilige Unterhaltung. Dabei sind die Alltagsprobleme der Hauptfigur – wie kommt er an Wein, wie zu der erwähnten jungen Frau, wie verhindert er eine Heirat mit der Comtesse Dorothee – die prägenden Themen des Plots.