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Ritter, Tod und Teufel

Ritter, Tod und Teufel

von Walter Laufenberg

Erscheinungsdatum

München 1992

Umfang

416 Seiten, gebunden

beim Verlag und Buchhandel vergriffen

aber beim Autor noch erhältlich, Kontaktformular (oder E-Mail)

Preis

22,50 €

Als Taschenbuch zweimal bei Bastei-Lübbe erschienen

April 1995 u.1997, jetzt vergriffen (wegen Neuauflage beim Verlag nachfragen)

Review

Das sagte dazu der Langen-Müller-Verlag in München:

Der neue Typ des historischen Romans. Das Buch erzählt die Lebensgeschichte eines Ritters aus dem deutschen Südwesten, der im 15. Jahrhundert gelebt hat und über den man bisher fast nichts wußte. Der Mann hieß Diether von Handschuhsheim und war so normal wie die meisten Menschen. Wie übrigens auch sein ganz in der Nähe geborener Berufskollege Götz von Berlichingen. Genau wie dieser ist er nur aufgefallen, weil er eines Tages mutig Partei ergriffen und seinem Leben einen neuen Inhalt gegeben hat.
Laufenbergs genüßliche Art zu erzählen – umwerfend kenntnisreich und mit ständigen Bezügen zum Heute – ist der eigentliche Clou. Auf seine trocken-witzige Art knipst der Autor im sogenannten finsteren Mittelalter das Licht an. Rücksichtslos entlarvt er, daß unseren Vorfahren der Teufel viel wichtiger war als Gott. Laufenberg macht die Toten lebendig, läßt ihr Lieben wie ihr Leiden uns unter die Haut gehen.
Und sie haben sogar tatsächlich gelebt, die Hauptpersonen dieses Romans. Nicht nur der hinterwäldlerische, aber gerissene Ritter und seine Familie in der Tiefburg. Genauso der strahlend-siegreiche deutsche Kurfürst, der sein Mitverschwörer und Freund wurde. Sogar die Orte der Handlung sind authentisch, auch die Klöster mit ihren lockeren Sitten und die Schlachten, die geschildert werden.
Das ist nicht nur ein großer Roman, der Roman des ausgehenden Mittelalters, das ist schon fast ein Geschichtsbuch. Selbst das schaurige Familiengeheimnis, um das es geht, gibt es wirklich.

Seit August 2004 steht diese Rezension von “Ritter, Tod und Teufel” in Büchereule.de:

Es ist gar nicht so einfach, das Buch dem richtigen Genre zuzuordnen. Es könnte genau so gut unter Humor stehen. Aber da die Thematik nun mal historisch bedingt ist, habe ich es hier eingestellt.
Laufenberg schildert in seinem humorvollen Roman das Leben des Ritters Dieter von Handschuhsheim (in der Nähe von Heidelberg gelegen) im 15. Jahrhundert. Obwohl er mit sprachlichen Begriffen der Jetztzeit hantiert und dabei ständig gewisse Vergleiche zu den heutigen Verhältnissen zieht – oder gerade deshalb – sprüht das Buch vor Ironie und Witz. Selbst die makabersten Ereignisse werden mit einer gewissen Distanz erzählt, die den Leser wohl ebenso fesselt wie eine hautnahe Schilderung. Sozusagen “Locker vom Hocker” präsentiert er seine Geschichte und der Leser folgt ihm, meist lachend, aber auch gelegentlich nachdenklich bis zum Ende des Buches.
Ich finde, ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte.
Ach ja, den Klappentext schenke ich mir, der wird dem Inhalt ohnehin nicht gerecht.