Lebensfeindlich

In den USA stellen Behörden und Medien mit Erschrecken fest, dass ihre Gesellschaft in allen Schichten mit Drogen der verschiedensten Art verseucht ist. Und man fragt sich, ob das Leben als Amerikaner wirklich nicht mehr ohne Drogen auszuhalten ist. Dazu gehört eine schonungslose Selbsterforschung. Die führt zu der Erkenntnis: Die amerikanische Gesellschaft ist zutiefst lebensfeindlich. Darauf deuten nicht nur die vielen Fliegenpatschen hin, die in jedem Haushalt herumliegen. Das zeigt auch der intensive, allgemeine Schusswaffengebrauch. Und das zeigt die in vielen Bundesstaaten erneuerte Selbstverständlichkeit der Todesstrafe. Nicht zuletzt ist entlarvend, dass in den USA in Wort und Bild alles ausführlich gebracht werden darf, was Leben beschädigt und vernichtet, während alles, was mit dem Zeugen und Entstehen von Leben zu tun hat, tabu ist und rigoros unterdrückt wird, bis hin zu dem Nippelchen am mütterlichen Busen (vgl. Gewaltverherrlichung, Pornografie, Todessstrafe, Zensur).

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