Gebet

(Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein)

Ein G. ist ein versuchter Brückenschlag vom Realen zum Irrealen. Es ist immer eine

Einbahnstraße, dennoch meist tröstlich, vor allem, wenn es der letzte Ausweg ist. Jedes G. ist eine Realität, weil es mit Worten daherkommt. Aber da das Erreichen des jenseitigen Brückenkopfs fraglich bleibt, gehört es doch zu unserem großen Vorrat an Irrealem – ist also besonders wertvoll (vgl. Glauben, Tragfähigkeit, Zielführend).

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