Archiv der Kategorie: K

Kehlkopf

Normalerweise bloß der untere Anhang des Kopfes, doch bei Sängern und Politikern meist das einzige, das man vom Kopf wahrnehmen kann (vgl. Spezialistentum).

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Kentaur

Eine mythische Figur, die seit dem 8. Jahrhundert v.u.Z. auf griechischen Vasen dargestellt wurde. Eine Kombination aus Mann und Pferdehinterteil, zuerst mehr Mann, später dann mehr Pferd, weil vom Mann nur noch der Oberkörper mit Kopf und Armen blieb. So oder so die Verkörperung der Überlegenheit an Kraft und Schnelligkeit und auch sexueller Begier durch das Zusammenwirken von Mann und Pferd. Die Mythologie schien schreckliche Wirklichkeit geworden, als die Spanier hoch zu Ross die Völker Mittelamerikas, die keine Reiter kannten, überfielen, ausraubten und ausrotteten. Wie im Laufe des 20. Jahrhunderts das Pferd durch das Auto verdrängt wurde, so wurde der K. aus Mann und Pferd abgelöst durch den neuen K. aus Mann und Auto, bei dem vom Mann nur noch Wampe, Fettarsch und Bleifuß blieben (vgl. Auto, Mythologie).

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Kind

Genau genommen ein erst werdender Mensch, für nicht viel mehr geeignet als dazu, Erwachsenen ihre eigenen Grenzen erfahrbar zu machen. Manch einem gelingt es, den Status K. Jahrzehnte lang aufrecht zu erhalten (vgl. Rheinfall von Schaffhausen, Unterentwicklung, Verantwortlichkeit).

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Kinderarmut

Die in den modernen Wohlstandsgesellschaften herrschende K. meint Armut an Kindern und hat ihre Ursache nicht darin, dass die Reichen nicht kinderlieb wären, sondern vor allem darin, dass es zuwenig Arme gibt, lieben die es doch seit jeher, kinderreich zu sein (vgl. Homosexualität, Kindergeld, Nachhaltigkeit, Wohlstand).

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Kinderreichtum

Die Last der Nachwuchsaufzucht mit der Lust der weichen Teilchen gekoppelt zu haben, das war die List der Natur, mit der sie den Erhalt der Art gesichert hat. Wo das noch nicht durchschaut wird, erübrigt sich Kindergeld, im anderen Falle erst recht (vgl. Sex, Wohlstand).

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Kindesmissbrauch

Unsinniger Begriff, weil es das Gegenteil, den Kindesgebrauch, nicht gibt. Gemeint ist Machtmissbrauch gegenüber Kindern. Besonders verwerflich wegen der unfairen Ausnutzung von Abhängigkeit bzw. Überlegenheit, vor allem aber wegen der Wirkungen auf das weitere Leben des betroffenen Kindes (vgl. Desillusionierung, Familie, Päderastie, Trauma).

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Klapprechner

Vom Verein Deutsche Sprache propagierter Ersatz für den Begriff Lap-top, der jedoch Schwierigkeiten hat, beim Publikum anzukommen. Offensichtlich eine Parallele zu dem Ersatzwort Fernsprecher, das Jahrzehnte lang von der Post als offizielle Bezeichnung benutzt wurde und sich doch nicht gegen das Telefon durchsetzen konnte. Von der Zieh für Lokomotive und ähnlichen Ergüssen guter Absicht gar nicht zu sprechen. Die besondere Tragik beim K. ist, dass das Klappen bereits wegzufallen beginnt (siehe Tablet-Computer), während die Tatsache, dass man den Lap-top nicht auf dem Schoß betätigt, nicht stört, weil dafür die Englisch-Kenntnisse der Benutzer nicht ausreichen (vgl. Anglizismen, Besserwisser, Ignoranz).

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Klassentreffen

Regelmäßige K. sind so was wie das Spiel „Die Reise nach Jerusalem“. Immer weniger Mitspieler, und jeder, sogar der in der Schule immer der erste sein wollte, hat jetzt den Ehrgeiz, der letzte zu sein (vgl. Alt, Freude, Überalterung, Wettstreit).

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Klon

Während man in Deutschland noch darüber streitet, ob es klonen oder klonieren heißt, wird es anderswo bereits mit menschlichen Embryos gemacht. Getreu der Devise: Was machbar ist, muß gemacht werden. Und der deutsche Ethikrat diskutiert über die Formulierungen eines Grußwortes zur bevorstehenden Geburt des neuen Menschen (vgl. Frankenstein, Genmanipulation, Homunkulus, Klonen, Nietzsche, Wissenschaft).

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Klonen

Aus einem Lebewesen auf gentechnische Weise ein exakt gleiches zweites zu machen, d. h. es zu k., steht beim Menschen noch aus. Das Problem liegt nicht in der Gentechnik, sondern in unserem Ichbewußtsein. Wenn dieses bisher absolut individuelle Bewußtsein doppelt vorhanden ist, wird es zwischen Ichbewußtsein und Wirbewußtsein eine dritte, neue Qualität geben, womit sich unserer Streitlust ganz neue Dimensionen öffnen (vgl. Ich, Klon).

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