Archiv der Kategorie: G

Genialität

G. ist ein Geschenk der Natur, kein Verdienst, und sitzt, wenn überhaupt, im Kopf, aber niemals in der Unterhose (vgl. Emanzipation, Gendergerechtigkeit).

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Genie

Die total desillusionierten Menschen des 21. Jahrhunderts haben den Geniekult früherer Jahrhunderte hinter sich gelassen; deshalb kann ich mich heute ganz ungeniert unters Volk begeben (vgl. Selbsterkenntnis).

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Genozid

Ein G. (deutsch: Völkermord) ist der gewaltsame Versuch, fremde Gene auszurotten. Das war er unbewusst schon lange, bevor die Gen-Technologie uns die genauere Kenntnis der Begriffe gab. Die frühesten G.-Berichte stehen im Alten Testament (4 Mose, 31): Die Ausrottung der Midianiter sowie der Amalekiter durch die Hebräer, Mose angeblich von seinem Gott befohlen (4 Mose, 24), deshalb gerechtfertigt. Schon damals war die Bezeichnung Völkermord zu eng, weil die zuchterfahrenen Viehhalter die unberührten Mädchen der Feinde nicht töteten, sondern für die Verbreitung der eigenen Gene benutzten. Doch kann man nicht sagen, dass der G. mit dem “Holocaust” auf seine Erfinder zurückgefallen sei. Denn es gab ihn höchstwahrscheinlich schon vorher und anderswo, und es gibt ihn leider auch hinterher, jetzt vor allem in Afrika. Er lässt sich nicht auf eine Region oder Rasse beschränken, sondern ist offensichtlich urmenschlich (vgl. Indianer, Menschlichkeit, Nazis, Präkolumbianische Kultur, Religion, Völkermord).

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Gentechnologie

Neue technische Verfahren rund um die Reproduktion von Leben, die besonders im Hinblick auf den Menschen im Kreuzfeuer der Ideologen stehen. Das wird nicht verhindern, dass – wie immer – gemacht wird, was machbar ist (vgl. Beischlaf, Frankenstein, Pygmalion, unbefleckte Empfängnis).

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Genus

Unter G. versteht man das grammatische Geschlecht von Wörtern. Im Deutschen hat das grammatische Geschlecht nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun. Es ist, was ungebildete und sexorientierte Zeitgenossen nicht verstehen können, geschlechtsneutral. Aus Unverstand meinen diese Leute, alles doppelt bezeichnen zu müssen. So kommt zu dem geschlechtsneutralen Begriff Zeitgenosse die Zeitgenossin und zu dem Begriff Mensch die Menschin, zu dem Begriff Person der? Dabei bleibt der Schuh der Schuh, gleich wer ihn sich anzieht, ein Mann, eine Frau oder ein Kind. Wie die Arbeitskraft die Arbeitskraft bleibt, gleich wer die Arbeit tut, ein Mann, eine Frau oder ein Kind. Wegen dieser Schwierigkeiten ist in manchen sehr abgeschliffenen Sprachen die G-Einteilung schon verschwunden, beispielsweise im Englischen,  dem die Freundin fehlt, so dass ein friend nur noch durch ein zugefügtes Adjektiv oder durch den Zusammenhang als männlich oder weiblich zu identifizieren ist (vgl. Emanzipation, Sprache).

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Genuss

Der Baum genießt das Licht und das Wasser sowie die Luft und die Nährstoffe des Bodens, der Vogel genießt zusätzlich mancherlei anderes Futter und dazu seine Vögelin, der Mensch ist in seiner Mehrzahl genauso bescheiden. Nur wenige entwickeln die Fertigkeit, Kunst zu genießen (vgl. Auszeit, Berühmtsein, Erinnerungen, Kultur, Lebensmittel, Lust, Überlegenheit, Weinprobe).

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Gerecht

Die hochgelobte Natur ist alles andere als gerecht, wie sie dem einzelnen sein Maß an Intelligenz zuteilt und den Todeszeitpunkt setzt (vgl. Beschwerderecht, Geldgier, Gerechtigkeit, Schicksal).

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Gerechtigkeit

Man sollte sich keinen falschen Hoffnungen hingeben: Im Wort G. kommt zwar das Wörtchen Recht vor, aber im Recht kommt die G. allenfalls zufällig vor. Denn generell gilt: Alles Reden von G. ist ein Witz, über den nur wenige lachen können (vgl. Erhängen, Illusion, Maske, Unverschämtheit, Wünsche).

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Gescheit

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

Illustration: Guntram Erbe, Hilpoltstein

 

Ein positives, deshalb immer gern gehörtes Werturteil. Dabei handelt es sich oft bloß um ein Schwanzwort, von gescheitert übrig geblieben (vgl. Beziehungen, Gerissenheit, Glück, Schwanzwort).

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Geschlechter

Gibt es inzwischen im Dutzend. Also Verbreiterung der Angebotspalette – schön und gut. Doch bin ich froh, dass die Erfindung von immer mehr G.n nicht früher gekommen ist. Hatte ich doch schon immer alle Hände voll damit zu tun, mich auf die schnell wechselnden Wünsche des weiblichen Geschlechts einzustellen (vgl. Einseitigkeit, Musikalclown).

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