Die bekanntesten A. vom Anfang des 21. Jahrhunderts sind der Palästinenser Yassir Arafat und der Israeli Ariel Scharon. Denn bei dem in Israel tobenden Bruderkrieg der Juden gegen ihre palästinensischen Mitbürger – offizielle Bezeichnung: Friedensprozess – handelt es sich um einen Kampf von Semiten gegen Semiten. Unter Semiten allein die Juden zu verstehen, ist ein Missverständnis, das auf die mangelnde Bildung eines Journalisten aus dem 19. Jahrhundert zurückgeht (vgl. Antisemitismus, Bildungsmisere).
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vbnm
Verschlagwortet mit Antisemiten
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Antisemitisch ist das Verhalten der deutschen Regierungen, die aus schlechtem Gewissen die Juden hätscheln und dabei die Palästinenser benachteiligen, obwohl die genauso Semiten sind wie die Israelis (vgl. Antisemitismus, Dummheit).
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Erst Ende des 19. Jahrhunderts aufgekommener dummer, weil zu weiter Begriff, der ausschließlich Judenfeindlichkeit meint. Deren Ursprünge liegen schon vor der bei uns üblichen christlichen Zeitrechnung, als das Hirtenvolk der Hebräer sich von allen benachbarten Hirtenvölkern durch seinen Monotheismus und den Anspruch, Gottes auserwähltes Volk zu sein, absetzte. Ausgelöst vor allem von der Kreuzzugsidee eskalierte im Mittelalter die religiöse Ausgrenzung in grausamen Judenpogromen. Nicht so, wo die Juden durch staatliches Dekret frühzeitig des Landes verwiesen worden waren, wie in England, Frankreich und Spanien. Nachdem in der jüngeren Vergangenheit der Versuch gescheitert ist, in Europa die Juden mittels einer wissenschaftlich nicht haltbaren Rassentheorie und ihrer brutalen Umsetzung auszurotten, können die Juden auf den wachsenden christlichen Fundamentalismus hoffen. Denn ein gläubiger Christ kann kein Antisemit sein, weil er einen Juden als Gott verehrt: Jesus von Nazareth (vgl. Fundamentalismus, Religion, Viktimologie).
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Schon immer ein Zauberwort, das mehr fasziniert als funktioniert. Ob Ginseng oder Safran oder was auch immer, da ist stets viel Glaubenssache mit im Spiel. Dabei ist ein zweifellos wirksames Mittel zur Steigerung der sexuellen Anziehungs- und Leistungskraft der Wechsel zu neuen Situationen, neuer Reizwäsche oder sogar neuer Partnerschaft. Aber bitte nicht weitersagen, dass das von mir kommt (vgl. Gossen, Neuigkeiten, Seitensprünge).
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Absurderweise liebt man es bei uns, damit zu renommieren, wieviel man arbeitet. Man fühlt sich auch im Goldenen Westen gern als Held der A. Denn wir haben sie gefressen, die dummen Sprüche: “Arbeit adelt” und “Arbeit macht frei”. Keine Erinnerung mehr daran, dass bei den Vätern unserer Kultur, den Alten Griechen, das Arbeiten verpönt war. Denn A. war etwas für Sklaven, nicht für freie Männer. Man hatte Muße und beschäftigte sich mit Geistigem, mit Gaumen- und anderen Freuden. Aber das war ja auch eine Sklavenhaltergesellschaft, während wir Heutigen in Sklavengesellschaften leben (vgl. Grundbedürfnisse, Eigentum).
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A. kann man durchaus als eine besondere Art von Losen betrachten. Denn der Arbeitgeber, der in die Lostrommel greift, hat bezüglich Hauptgewinn und Nieten kaum mehr oder weniger Chancen als bei jeder anderen Verlosung (vgl. Glücksspiel, Menschenbeurteilung).
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Ein irreführender Begriff. Gemeint ist mit A., dass jemand nicht in einem offiziell anerkannten Arbeitsverhältnis steht. Dass die Arbeitslosen, soweit sie arbeiten wollen, ohne Arbeit wären, kann nicht im Ernst behauptet werden. Und das betrifft nicht nur die in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen Stehenden oder die Scheinselbständigen. Die in fast allen westlichen Ländern gegen Ende des 20. Jahrhunderts gigantische A. wird in ihren Folgen für den einzelnen Arbeitslosen abgemildert durch eine ebenso gigantische Schwarzarbeit. Damit lässt sich im allgemeinen leben. Die Dummen sind die Finanzminister und die Träger der Sozialversicherungen. Dass die Schwarzarbeit ebenso durch zu hohe Steuern gefördert wird wie der Stellenabbau, ist bekannt und unbestritten. Aber auf Steuern zu verzichten ist für die herrschende Politikerklasse so gut wie unmöglich, weil das eine Einschränkung ihrer Verfügungsmacht wäre. Wirksame Initiativen gegen die A. sind deshalb von den Regierungen erst zu erwarten, wenn die Steuerausfälle durch den grauen Arbeitsmarkt höher sind als die geschätzten Ausfälle durch eine maßvolle Steuersenkung (vgl. Politiker, Aussteiger, Steuern).
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Obwohl Arbeit im Volksbewusstsein mit Mühsal und Zeitverschwendung gleichgesetzt wird, gilt die Schaffung oder Erhaltung eines A.es als Wert an sich. Dabei fehlt uns immer noch eine sinnvolle Werteskala für Arbeitsplätze. Ist es doch ein Wertunterschied, ob man notwendige Arbeiten verrichtet, wie Krankenschwester, Nutte, Lehrerin und Klofrau, oder überflüssige, wie Zuhälter, Cola-Vertreter und Klatschreporter, oder verderbenbringende, wie Drogendealer und Waffenproduzent. Doch dass eine solche Werteskala die skandalöse Einkommensskala umkehren würde, ist wohl nicht zu erwarten (vgl. Arbeit, Gerechtigkeit).
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Illustration: Jules Stauber, Schwaig bei Nürnberg
A. ist der Versuch, eine Last so auf mehrere Schultern zu verteilen, dass sie allen Belasteten nicht allzu schwer wird. Ob man diese Last ganz vermeiden könnte oder gekonnt hätte, ist dabei kein Thema. Ein Musterbeispiel gutdurchdachter Arbeitsteilung brachte der Kosovokrieg von 1999, bei dem die Amerikaner die Last der Zerstörung trugen, die Europäer dafür die Last des Wiederaufbaus tragen müssen (vgl. Realsatire, Schildbürger).
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Verschlagwortet mit Arbeitsteilung
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Wer glaubt, der Ä. sei die Steigerung vom Argen, liegt damit beinahe richtig, obwohl ihm gerade seine Arglosigkeit viel Ä. machen kann (vgl. Philologie).
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Verschlagwortet mit Ärger
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A. haben ihre liebe Not damit, regelmäßig was in den Bauch zu kriegen, Reiche dagegen, es genauso regelmäßig wieder loszuwerden. Also ist der Gegenstand der Sorge derselbe, könnte man tröstend sagen (Vgl. Reziprozität, Urteilsvermögen, Zynismus).
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Verschlagwortet mit Arme
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Illustration: Walter Hanel, Bergisch Gladbach
Der bunte Haufen der Mimen, Gaukler, Possenreißer, Musiker und Artisten hat jahrhundertelang ein Leben außerhalb der Gesellschaft geführt, gerade nur geduldet und in größter Armut. Im Fernsehzeitalter sind diese Leute wieder in eine Außenseiterstellung gedrängt, nun allerdings als Millionäre. Dass man heute die Schauspieler und Sportler und sonstigen Showgrößen nicht hungern lässt, ist ja okay, aber wie wir ihnen den Arsch vergolden, das steht in gar keinem Verhältnis zu dem, was sie für uns leisten (vgl. Showgeschäft, Sport).
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Verschlagwortet mit Ärsche
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Advokaten, Ärzte und Pfarrer (hier in alphabetischer Reihenfolge, damit sich niemand zurückgesetzt fühlt) bilden seit Jahrhunderten die Trias der viel zu hoch verehrten Schmarotzer, die besonders gern dort ihre Hilfe anbieten, wo viel Geld zu holen ist. Inzwischen hat sich das Abstauberteam vergrößert um den Coach, Makler, Personalberater, PR-Berater, Psychologen, Steuerberater, Stylisten, Wirtschaftsprüfer und viele andere. Dass damit das Leben leichter geworden wäre, kann man leider nicht behaupten (vgl. Geldgier, Gerechtigkeit, Krankenversicherung, Pfarrer).
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Verschlagwortet mit Arzt
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Eine der drei Erfindungen zuviel, die der Mensch gemacht hat. Welche die beiden anderen sind, ist umstritten. Die A. ist eine Energie, die durch Atomspaltung und Kettenreaktion gewonnen wird und sich primär als Atombombe brauchbar zeigte. Ergebnis des ungezügelten Ehrgeizes von Wissenschaftlern wie O. H. und F. S., E. F. und R. O. (um sie nicht zusätzlich mit Ruhm zu belohnen, sollen ihre Namen nicht genannt werden) sowie ihrer großzügigen Unterstützung durch die Militärstrategen des Deutschen Reiches und der USA. Erstmalig im Menschenversuch eingesetzt von den Amerikanern, und zwar im August 1945 über Hiroschima und Nagasaki, was mehr als 250.000 Japanern den Tod brachte. Wie viele Atombomben heute in wie vielen Ländern lagern, ist nicht feststellbar. Die sogenannte friedliche Verwendung der A. nach dem Zweiten Weltkrieg führte dazu, dass inzwischen über 400 Kernkraftwerke in mehr als dreißig Ländern arbeiten. Und es werden permanent mehr, obwohl die vorrangige Frage der Entsorgung noch immer offen ist. Ergebnis des ungezügelten Gewinnstrebens von Wirtschaftlern, die nur zu gern ungenannt bleiben. Der Unterschied zwischen Atombombe und Kernkraftwerk ist bloß ein theoretischer, wie die Katastrophe von Tschernobyl gezeigt hat. Jedes Kernkraftwerk ist eine potentielle Atombombe (vgl. Ehrgeiz, Gewinnstreben, Tschernobyl, Wissenschaft, Wirtschaft, Weltende).
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Meinungsverschiedenheit zwischen dem selbsternannten Weltpolizisten Amerika und dem mumifizierten Kommunistenstaat Nordkorea über die Berechtigung zum Besitz von Atomwaffen. Weil Nordkorea bereits Atomwaffen hat, wird dieser Streit nur verbal ausgetragen und nicht durch eine Invasion mit weitgehender Zerstörung des Landes wie im Falle Irak. Woraus Staatsführer in aller Welt die Lehre ziehen: Egal auf welche Weise beschafft und egal was sie kosten, man muss Atomwaffen haben, um vor der Polizei sicher zu sein (vgl. Atomenergie,Vorbeugung, Weltpolizist).
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Nicht in drei Sätzen zu schaffen. Zu finden unter den Stichwörtern A – Z
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A. gibt es bei uns nicht mehr, bloß noch Menschen mit Migrationshintergrund. Damit ist der uralte Zusammenhang von Ausland und Elend, der ja nicht nur ein Gleichklang war, endlich aus der Welt geschafft. Und die Hintergründigen sagen: Der Germanistik sei Dank! Dabei darf man eigentlich auch schon nicht mehr das Wort Germanistik verwenden, weil es an unsere germanischen Wurzeln erinnert (vgl. Absurdität, Elend).
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A. entsprang schon immer dem Wunsch von Leuten aus der untersten
Gesellschaftsschicht, nicht mehr länger der letzte Dreck zu sein. Sie suchen sich andere, die sie zum allerletzten Dreck erklären können. Und je stärker sie die Abhängigkeit von diesen anderen als einen Makel empfinden, um so heftiger die Ablehnung (vgl. Xenophilie).
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Verschlagwortet mit Ausländerfeindlichkeit
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Nachdem die Deutschen mit einem Ausländer namens Adolf Hitler schlechte Erfahrungen gemacht haben, bringen sie die bei ihnen genau wie in anderen Ländern auftretenden stumpfsinnigen Abneigungen gegenüber Ausländern immer gleich mit den Nazis in Verbindung (vgl. Paradox, Xenophilie).
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Wenn man erlebt, wie in allen Gremien ein Problemchen stets an den dafür zuständigen oder neugegründeten A. abgeschoben wird, und betrachtet, was dabei herauskommt, muss man feststellen: Der Doppelsinn des Wortes A. hat seine Berechtigung (vgl. Etymologie).
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Illustration: Simon Atzbach, Münster
Das A. (griechisch: selbst) ist für viele Menschen schon ihr Selbst geworden. Sie leben nicht mehr für sich, sie haben nur noch eine A.-Biografie. Dabei ist das A. bloß ein Hilfsmittel zur Fortbewegung. Zudem nur bei gutem Wetter brauchbar, wie jeder Wintereinbruch beweist. Wenn das A. heute erfunden würde, bekäme es keine Zulassung, weil es die Umwelt zerstört. Zum Glück ist es aber schon vor über 100 Jahren erfunden worden, nämlich 1886, sagen viele Zeitgenossen. Andere sagen, das A. gehöre zu den Erfindungen, die der Mensch sich besser verkniffen hätte (vgl. Atomenergie, Carl Benz, Hanf, Persönlichkeit).
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Verschlagwortet mit Auto
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Einem berühmten A., der bei Licht besehen nichts zu sagen hat, verzeiht man das, weil er das so herrlich phantasievoll und unterhaltsam bringt. Sobald er aber meint, dass er im Staat zu sagen haben müsse, kann man nur noch weghören (vgl. Literaturnobelpreis).
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Verschlagwortet mit Autor
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