Archiv des Autors: Laufenberg

Schnellgericht

Bei der Beurteilung meiner Mitmenschen mache ich es mir leicht, indem ich zwei Begriffe zur Deckung bringe: Wer uninteressiert ist, ist uninteressant (vgl. Lebenskunst).

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Motorsport

Nicht nur die Sportheroen kommen und gehen, auch die Stätten ihrer Triumphe unterliegen diesem Wandel. In Deutschland wurde schon dreimal über den Abschied einer Rennstrecke vom Formel-1-Rennsport gejammert. Zuerst weinten die Fans um die dafür nur 1959 genutzte Berliner AVUS, dann um den von 1951-2013 genutzten Nürburgring und danach um den von 1970-2018 genutzten Hockenheimring. Das ist natürlich nichts anderes als die Chance von Cleverles für eine neue, auf deutschem Boden zu etablierende Großinvestition in Schall und Rauch (vgl. Formel 1).

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814. Ausgabe

Passiertes! – Passierte es?

 

 

Urlaubsplanung? Mit einem Kreuzfahrtschiff? Oh Gott, nein, diese Umweltverschmutzer. Mit dem Wagen aber auch nicht, weil noch kein Stromer. Mit dem E-Bike immer im Kampf mit den lahmen Radlern und Spaziergängern, viel zu gefährlich. Und mit dem gemieteten Elektroroller kommt man nicht weit. Doch der Flieger geht nicht, so ein Umweltschwein bin ich nicht. Ach, eine Bahnreise? Nur was für Romantiker. Und ich hab’ doch die ganze Welt auf dem Bildschirm. So wurde mein Nachbar zum überzeugten Stubenhocker.

 

Nicht nur die Sportheroen kommen und gehen, auch die Stätten ihrer Triumphe unterliegen diesem Wandel. In Deutschland wurde jetzt zum dritten Mal über den Abschied einer Rennstrecke vom Formel-1-Rennsport gejammert. Zuerst weinten die Fans um die dafür nur 1959 genutzte AVUS, dann um den von 1951-2013 genutzten Nürburgring und jetzt um den von 1970-2018 genutzten Hockenheimring. Das ist natürlich nichts anderes als die Chance von Cleverles für eine neue, auf deutschem Boden zu etablierende Großinvestition in Schall und Rauch.

 

Die aus fremden Kulturen stammenden Fußballspieler bei Schalke 04 sollen Deutsch lernen, so die Forderung des Vereinsvorstands. In der Kabine soll Deutsch-Pflicht herrschen, und Interviews sollen die Spieler nur noch auf Deutsch geben. Das hat natürlich nichts mit Rassismus zu tun, ist vielmehr betriebswirtschaftliches Kalkül. Es zeigt: Im Sportbetrieb weiß man die Überlegenheit zu schätzen, die aus der gemeinsamen Sprache erwächst, in andern Betrieben glaubt man dagegen immer noch, mit dem vorgeschriebenen Radebrechen in der Fremdsprache Englisch besser abzuschneiden. 

 

Ein Ehepaar aus Ottawa hat Air Canada verklagt, weil die Hinweise im Flugzeug nicht in den beiden Amtssprachen Französisch und Englisch angegeben waren, sondern bloß auf Englisch. Dafür wurde die Fluggesellschaft zur Zahlung von 21.000 kanadischen Dollar verurteilt. Dass alle Hinweise in der Amtssprache gebracht werden, könnten bei uns viele Kläger fordern. Von vielen Unternehmen, angefangen bei der Bahn. Weil in Deutschland die deutsche Sprache Amtssprache ist und nicht das Englische, wie die albernen Bahnoberen meinen.

 

Die Zahlen, die der Verein Deutsche Sprache mir liefert, sind zwar alt, die Verhältnisse aber sind nicht besser geworden: Im Jahr 2002 haben deutsche Verlage 3.782 amerikanische Bücher in Übersetzung herausgebracht, gleichzeitig wurden 150 deutsche Bücher von amerikanischen Verlagen angekauft und übersetzt herausgebracht, vor allem Klassiker und Werke deutscher Philosophie. Da kann man als deutscher Schriftsteller nur noch zum Philosophen mutieren.

 

Verwüstung bedroht uns immer stärker, und das gleich zweifach. Einerseits bezeichnen wir damit die erschreckenden Zerstörungen durch Tornados, Erdbeben, Brände, Überschwemmungen oder Kämpfe, andererseits ist der ebenso erschreckende Verlust von bewohnbarem und nutzbarem Land an die sich unaufhaltsam ausbreitenden Wüsten gemeint. Bei der ersten Art von Verwüstung begnügen wir uns meistens mit Aufräumen und Wiederaufbau, unterstützt von Staatshilfen und Versicherungen. Bei der zweiten Art, die uns schon mehr als ein Viertel der Erde geraubt hat, können wir es uns angesichts der wachsenden Erdbevölkerung und des steigenden Meeresspiegels nicht so leicht machen, wie jetzt Vertreter von 197 Staaten bei einem Treffen in dem besonders betroffenen Indien festgestellt haben. Wir müssen gegen die Verwüstung angehen! Man darf gespannt sein, was daraus folgt. 

 

Der Presse entnehme ich, dass es Bestrebungen gibt, für unverheiratete Frauen die Bezeichnung Fräulein wiedereinzuführen. Bin ich froh, dass ich verheiratet bin und nicht Gefahr laufe, demnächst wegen der Gendergerechtigkeit mit Männlein angesprochen zu werden. 

 

Beim nächtlich versonnenen Blick durch die Bäume über den Rhein sehe ich drüben gleich hinter dem Damm ein paar Lichter, die mich fröhlich anzwinkern. Und muss mir mühsam klarmachen: Es ist mal wieder nicht so, wie es aussieht. Bloß Straßenlaternen und beleuchtete Fenster und der Wind in den Bäumen, der die Blätter bewegt.

 

Jetzt reißen wir Augen, Mund und Nase auf vor Empörung über die Gefährlichkeit der Rollerchen mit Elektroantrieb. Das Erschrecken habe ich bereits vor zwei Jahren im Hau-Rein-Verkehr von Tel Aviv erlebt und – so nebenbei – in meinem neuen, in diesem Frühjahr erschienenen Buch „Die Triangel“ geschildert. Als Warnung. Natürlich vergebens. Aber für alle, die das Buch noch nicht haben: Es zeigt, und das ist sehr viel wichtiger, die entlarvenden Beziehungen von drei Menschen von Format zueinander, die gemeinsam nur Eines haben, nämlich dass sie nicht mehr zur Jugend gehören, zu der gehätschelten Zielgruppe von Wirtschaft und Politik.

 

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Sammler

S. bedienen ein erstaunlich robustes Ichbedürfnis. Weil sie sich immer so groß fühlen, wie ihre Sammlung gerade ist, spielt es für S. keine Rolle, womit sie Geld, Zeit und Energie vertun, um zu wachsen, selbst wenn die Objekte ihrer Begierde Nachttöpfe oder Abschüsse sind (Vgl. Ich, Kultur, Persönlichkeit).

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Launisch

Ein Musterbeispiel für den Bedeutungswandel mancher Wörter. Innerhalb von weniger als 250 Jahren ist der Begriff von gut gelaunt in sein Gegenteil schlecht gelaunt umgekehrt worden. In dem berühmten Gedicht „Die Forelle“ von Christian Friedrich Daniel Schubart heißt es noch: „In einem Bächlein helle, da schoss in froher Eil’ die launische Forelle vorüber wie ein Pfeil.“ Wobei L. für gut gelaunt steht. Heute dagegen heißt L. schlecht gelaunt. Manchmal erleben Wörter genauso überraschende Änderungen ihrer Bedeutung, wie sich unsere Launen ändern (vgl. Wortsetzungsmacht).

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813. Ausgabe

Passiertes! – Passierte es?

 

Seit Jahren klagt die deutsche Wirtschaft darüber, dass etwa ein Drittel aller Ausbildungsplätze nicht besetzt werden kann, weil die von der Schule kommenden Kinder nicht die Minimalanforderungen an Schreib-, Lese- und Rechenkenntnissen sowie an Sprachbeherrschung erfüllen, die nötig sind, damit man die Kinder in die Betriebe kommen lassen kann. Bei diesen Meldungen fehlt leider regelmäßig die Erläuterung, wie die Eltern und die Schulen auf dieses Manko reagieren.

 

Als kurz vor der Jahrtausendwende die in eine Aktentasche passenden kleinen und billigen Klapproller aufkamen, die den Weiße-Kragen-Männern und den Frauen im dunklen Hosenanzug das Arbeitsleben erleichtert sollten, ist etwas schief gelaufen. Zu viele Kinder vergnügten sich mit den Patentrollerchen auf der Straße. Damit wurden diese Geräte für die Erwachsenen inakzeptabel. Jetzt bringt die Industrie neue Roller auf den Markt, nicht so praktisch, dafür aber elektrifiziert und viel teurer. Und schwups werden die Erwachsenen zu Kindern, die sich damit auf der Straße vergnügen.

 

Erstaunlich, dass es keinerlei Aufregung in der deutschen Presse gibt, wenn sie – wie letzte Woche – wieder einmal darüber berichtet, dass in den USA ein Mörder hingerichtet wurde, der bereits zwanzig Jahre gesessen hat. Das wäre bei uns für ein und dieselbe Tat eine zweifache Bestrafung, nämlich Lebenslänglich und Todesstrafe. Also ein glatter Verstoß gegen das schon im römischen Recht geltende Rechtsprinzip: Ne bis in idem – nicht zweimal für dieselbe Sache bestrafen! – Nun ja, Pech für die Amerikaner, dass sie niemals zum römischen Weltreich gehört haben. Dadurch fehlt dort natürlich einiges an Kultur.

 

Die deutsche Sprache steckt in einer merkwürdigen Doppelentwicklung. Im Ausland wird sie immer wichtiger genommen, was die seit Jahren stark steigenden Zahlen der Deutschlernenden zeigen. Doch im Inland scheuen sich immer mehr Menschen, deutsch zu sprechen und zu schreiben. Dabei machen sie sich mit ihrem fremdländischen Radebrechen nur genau so lächerlich wie die Werbeheinis, die glauben, uns mit falschem Englisch zum großzügigeren Geldausgeben verleiten zu können. Vor allem Universitäten und Wissenschaftler aller Art meinen, mit Englisch besser auszusehen. Was vielfach zu simplerer Argumentation führt und dazu, dass die Native Speakers die mühsam anglisierten Veröffentlichungen weniger ernst nehmen.   

 

Jetzt regt sich auch in Finnland der Widerstand gegen das alles überwuchernde Englisch, weil es über den Gebrauch in Wissenschaft und Lehre hinaus immer mehr in den Alltag der Finnen eindringt. Als ein kurioses Fenglisch, das die Finnen allmählich zu Ausländern im eigenen Land macht.

 

Die Vereinten Nationen haben 2019 zum Jahr der indigenen Sprachen ausgerufen, um Bemühungen um ihre Erhaltung zu fördern. Man schätzt die Zahl aller auf der Erde gesprochen Sprachen auf rund 7 000, darunter allein etwa 4 000 indigene Sprachen von Ureinwohnern. Weil diese Sprachen kleinerer Volksgruppen aber fast immer nur mündlich weitergegeben werden und die Sprecher oft aus Karrieregründen die in dem jeweiligen Land geltende Hochsprache vorziehen, ist mit dem schnellen Verschwinden vieler indigener Sprachen zu rechnen.

 

Immer wieder hört man Klagen der Kassenpatienten über die Bevorzugung der Privatpatienten durch die Ärzte. Dabei kann man auch genau umgekehrt eine Benachteiligung der Privatpatienten feststellen, nämlich bei der Großzügigkeit der Ärzte im Feststellen von Krankheiten und im Verschreiben von Medikamenten und diversen anderen Hilfsmitteln bei Privatversicherten. Was sogar verständlich ist. Denn nach Angaben des Verbands der Privaten Krankenversicherungen leben die niedergelassenen Ärzte vor allem von den Privatpatienten. Fast ein Viertel ihrer Einnahmen stammen von den Privatpatienten, obwohl diese nur gut ein Zehntel der Bevölkerung stellen. Das heißt: Weil die Versicherungen den Ärzten bei Privatpatienten eine deutlich höhere Abrechnung von Leistungen als bei Kassenpatienten erlauben, besteht die Tendenz, dass die Privatversicherten öfter und länger krank sein müssen und mit mehr medizinischen Hilfsmitteln aller Art behandelt werden.    

 

In einer wissenschaftlichen Zeitschrift las ich, dass sich das Universum seit dem Urknall immer weiter ausdehnt und diese Expansion sogar an Tempo zunimmt. Daraufhin schrieb ich auf einmal viel langsamer, und als erstes eine Suchanzeige: Selbstbewusstsein verloren, auf den Namen Krümel hörend.

 

Wer verstehen will, was mit den christlichen Kirchen los ist und was auf uns zukommt, der muss sich einmal intensiver mit dem Jahr 1683 beschäftigen. Das habe ich getan, und daraus ist der historische Roman „Die Sünderin. Wien 1683“ entstanden. Die Leser sagen: Die Lektüre lohnt sich. Ein typisches Laufenberg-Buch. Unterhaltung, die Spaß und überlegen macht.

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812. Ausgabe

Passiertes! – Passierte es?

 

Voller Erfolg: Nun geht es im Wettbewerb der Kreuzfahrtschiffe nicht mehr um inklusive Getränke und um immer noch aufwendigere Spielastik an Bord. Die Kritik an der Umweltschädlichkeit der riesigen Schweröl- oder Marinediesel-Motoren hat dazu geführt, dass jetzt das erste Kreuzfahrtschiff von der Bundesregierung das Umweltsiegel „Blauer Engel“ verliehen bekam: die „Aidanova“. Sie fährt nämlich mit umweltschonendem Flüssiggas (LNG). Und weitere Kreuzfahrtschiffe mit diesem Antrieb sind ihr auf den Fersen, das heißt im Bau.

Halber Erfolg: Weil sie sich umweltfreundlich zeigen müssen, schmücken sich viele Unternehmen für den Einsatz von Ersatzprodukten statt umweltschädlicher Dinge mit dem Wischiwaschi-Orden „Nachhaltigkeit“. Doch der Blick auf das Nachher lässt zu oft den Blick auf das Vorher vermissen, nämlich auf den besonderen Energieaufwand und die unvermeidlichen Umweltschädigungen bei der Herstellung von Ersatzprodukten wie Hochleistungsbatterien, Papiertüten oder Baumwollbeutel.

Das Wort launisch ist mir als ein Musterbeispiel für krassen Bedeutungswandel aufgefallen. Innerhalb von nur 250 Jahren ist der Begriff von gut gelaunt in sein Gegenteil schlecht gelaunt umgekehrt worden. In dem berühmten Gedicht „Die Forelle“ von Christian Friedrich Daniel Schubart heißt es noch: „In einem Bächlein helle, da schoss in froher Eil’ die launische Forelle vorüber wie ein Pfeil.“ Wobei launisch für gut gelaunt stand. Heute dagegen heißt launisch schlecht gelaunt. Manchmal erleben Wörter genauso überraschende Änderungen ihrer Bedeutung, wie sich unsere Launen ändern.

Für das „Besondere elektronische Anwaltspostfach“ (BeA) hat man eine eigene Software entwickelt, die mehr sonderbar als besonders ist, weil sie kein Deutsch kann. Sie kennt keine Umlaute und verbietet Sonderzeichen. Das führte bereits zu kostspieligen monatelangen Verzögerungen von Prozessen, weil Schriftsätze von Anwälten, die dieses Software-Manko nicht beachtet hatten, zwar als zugestellt bestätigt wurden, in Wirklichkeit jedoch nicht zugestellt, sondern in einem besonderen Ordner für kaputte Texte abgelegt waren, ohne dass der Anwalt davon erfuhr. 

Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat ermittelt, dass 78,3 % der Mütter mit Kindern zwischen 10 und 14 Jahren im Jahre 2017 neben ihrem Haushalt berufstätig waren; im Jahre 2008 waren es nur 70,4 %. Durchaus verständlich, dass man gerade die Altersgruppe ausgesucht hat, in der die Erziehung der Kinder besonders schwierig ist. Das ist aber auch vielsagend. 

Jetzt wurde das Wappen der königlichen Familie in Belgien neu gestaltet. Das Motto „L’union fait la force“, das bisher nur auf Französisch auf dem Wappen stand, erscheint nun auch auf Niederländisch („Eendracht maakt macht“) und Deutsch („Einigkeit macht stark“). Ein besonderer Ausdruck der Wertschätzung für die Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien. Gratulation!

Die Frankfurter Allgemeine schrieb am 2. August: „Zum Wiederholten Mal ist in diesem Jahr in Mexiko ein Journalist getötet worden.“ Ach, wie viele Leben hat denn einer, der schreibt?

Vor der Jahrtausendwende war die große Technikfrage: Wie werden unsere Alltagsgeräte Telefon, Uhr, Computer, Musikkassette und Kamera zu Kombinationen zusammenfinden, und was wird schließlich das Gerät sein, das übrig bleibt? Dann trat das Handy seinen großen Siegeszug an, und im Smartphone war endlich alles und noch viel mehr vereinigt. Aber was ist nun? Der Verkauf geht seit einigen Jahren zurück, weil wir unsere Handys immer länger benutzen. Da stellt sich die Technikfrage erneut. Womit wird man uns morgen als Käufer auf Trab bringen?

Jetzt habe ich noch einmal in meinem Buch „Die Berechnung des Glücks“ gelesen, in dieser immer noch einmaligen und intensiv recherchierten Lebensgeschichte des berühmten Forschers Hermann Heinrich Gossen, der von Fachleuten mit Kopernikus gleichgesetzt wird. Ich war begeistert, als ich dem alten Bekannten wieder begegnete. Diese Biedermeier-Romanbiografie, die alles andere als bieder ist, war einigen Lesern zu wüst. Aber das ist Literatur, die das Lebensgefühl der Leser steigert. Und kostet dabei weniger als ein Abendessen. Überall im Buchhandel. 

 

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Albtraum

Wer den fies drückenden Traum mit b schreibt, meint etwas, das Naturgeister wie die Alben oder Elfen sich an Bösartigkeit geleistet haben. Wer ihn mit p schreibt, meint etwas, das schwer wie die Alpen auf ihm lastet. Die einen halten diese Schreibweise für richtig, die anderen jene. So heftig die Besserwisser streiten, gemeinsam ist ihnen, dass sie den A. scheußlich finden. Heute werden beide Schreibweisen akzeptiert und gleich gut verstanden, klingen ja auch gleich. Und Alberich, der König der Alben, hält sich bekanntlich in den Alpen verborgen, im Südtiroler Rosengartenmassiv, als ob er auf diese Weise vermittelnd die Streithähne beruhigen wollte (vgl. Mythologie, Traum, Wachheit).

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Alptraum

Wer den fies drückenden Traum mit p schreibt, meint etwas, das schwer wie die Alpen auf ihm lastet. Wer ihn mit b schreibt, meint etwas, das Naturgeister wie die Alben oder Elfen sich an Bösartigkeit geleistet haben. Die einen halten diese Schreibweise für richtig, die anderen jene. So heftig die Besserwisser streiten, gemeinsam ist ihnen, dass sie den A. scheußlich finden. Heute werden beide Schreibweisen akzeptiert und gleich gut verstanden, klingen ja auch gleich. Und Alberich, der König der Alben, hält sich bekanntlich in den Alpen verborgen, im Südtiroler Rosengartenmassiv, als ob er auf diese Weise vermittelnd die Streithähne beruhigen wollte (vgl. Mythologie, Traum, Wachheit).

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Zylinderkopfdichtung

Bildkräftige Umschreibung für Literatur von vorgestern, als ernstzunehmende Herren noch den Zylinder aufsetzten, wenn es feierlich werden sollte. Heute steht der Begriff auch für angeblich viel Wichtigeres (vgl. Deutungshoheit, Motor).

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