Archiv des Autors: Laufenberg

Happy End

Ein H. E. ist das, was Roman und Spielfilm vom Leben unterscheidet. Weil das Leben normalerweise keinen willkürlich gewählten Endzeitpunkt hat, an dem abgeblendet wird, lässt das Ende des Lebens Familie und Freunde und Hund wie um die Wette heulen, soweit sie nicht zu den Erben, Konkurrenten und Feinden gehören, die so beglückt sind wie der Begräbnisunternehmer (vgl. Familie, Freundschaft, Glück).

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766. Ausgabe

Passiertes! – Passierte es?

 

Jeder zweite Deutsche gibt offen zu, in Finanzfragen keine Ahnung zu haben, so lese ich in der Zeitung. Woher denn auch sollte er seine Kenntnisse haben? Während er mit dem Gerundivum gefüttert wurde und mit Stabreim und den diversen Punischen Kriegen, hat ihm die Schule über das Finanzwesen nichts beigebracht, auch nichts beibringen können, weil die Lehrer selbst über Geld nichts wissen. Das hat man den Bankleuten überlassen, denen man blind vertraute. Wohin uns das geführt hat, weiß man ja seit dem Desaster von 2008.

 

In den USA stellt man mit Erschrecken fest, dass die gesamte Gesellschaft mit Drogen der verschiedensten Art verseucht ist. Und man fragt sich, ob das Leben als Amerikaner wirklich nicht mehr ohne Drogen auszuhalten ist. Dazu gehört eine schonungslose Selbsterforschung. Die führt zu der Erkenntnis: Die amerikanische Gesellschaft ist zutiefst lebensfeindlich. Darauf weisen nicht nur die vielen Fliegenpatschen hin, die in jedem Haushalt herumliegen. Das zeigt auch der intensive, allgemeine Schusswaffengebrauch. Und das zeigt die in vielen Bundesstaaten erneuerte Selbstverständlichkeit der Todesstrafe. Nicht zuletzt ist entlarvend, dass in den USA in Wort und Bild alles ausführlich gebracht werden darf, was Leben beschädigt und vernichtet, während alles, was mit dem Zeugen und Entstehen von Leben zu tun hat, absolut tabu ist und unterdrückt wird, bis hin zu dem Nippelchen am mütterlichen Busen.

 

Für einige Aufregung in der Presse sorgte jetzt, dass Burundi aus dem Vertrag der 124 Staaten, die den seit dem 1. Juli 2002 tätigen Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag tragen, ausgeschieden ist. Dabei wurde meist vergessen hinzuzufügen, dass so wichtige Länder wie China, Indien, USA, Russland, Türkei und Israel diese Gerichtsbarkeit bisher überhaupt noch nicht anerkennen, aus Angst, es könnten ihre im Ausland tätigen Staatsangehörigen, z. B. ihre Soldaten, von Richtern verurteilt werden, die man nicht selbst eingesetzt und unter Aufsicht hat.

 

Ich staune über eine Schuluntersuchung, die herausfand: Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Art der Anrede, die Grundschüler benutzen gegenüber ihren Lehrerinnen und den paar Lehrern, die es noch gibt, und der Lernleistung der Kinder. Wo das Sie üblich ist, gibt es eine höhere Lernerfolgsquote als in den Du-Schulen. Das heißt, dass mehr Distanz nicht nur für mehr Achtung steht, heute in den Schulen bekanntlich nötiger denn je, sondern auch für mehr Bereitschaft, von der Lehrkraft zu lernen.

 

Weil ich sein Leidensgenosse bin, zitiere ich ohne Erlaubnis aus dem „Notruf“ eines unserer bedeutendsten Literaten, Hans Magnus Enzensberger, den die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 3. 11. 2017 veröffentlicht hat: „Die Terroristen, von denen ich mich bedroht fühle, sitzen im Finanzamt. Sie leben in einem Obrigkeitsstaat, dem die Demokratie fremd ist. Der Fiskus ist die einzige Institution, welche die Bürger zur Zwangsarbeit verurteilt. Viele Tage und Wochen sind die damit beschäftigt, ‚Belege’ zu sammeln und ungezogene Schreiben zu sortieren, in Ordner zu heften und aufzubewahren. Ohne Steuerberater, die sie gegen Übergriffe verteidigen, kommt niemand aus, der mit der Einkommenssteuer ‚veranlagt’ wird, der ihr ‚unterliegt’, ein Sprachgebrauch, der anzeigt, dass der Bürger als Untertan betrachtet wird. Schon den Ausdruck Freie Berufe empfinden Beamte als Provokation. Menschen ohne festes Gehalt und ohne Pensionsberechtigung kann der Fiskus nicht begreifen …“

 

Im krassen Unterschied zur Herrenmode mit ihrer langweilig gleichförmigen Unansehnlichkeit ist die Damenmode spätestens seit der Zeit der kretisch-minoischen Kultur stets ein raffiniertes Präsentieren von teilweiser Nacktheit. In der Presse heißt das: Die Frau arbeitet mit viel Körpereinsatz. Feiner ausgedrückt ist das weiblicher Sex Appeal. Erlaubt sich ein Mann daraufhin eine Bemerkung oder Berührung, wird das als sexistische Attacke gewertet und bestraft. Und sein Hinweis, es habe sich nur um eine Antwort auf eine Einladung gehandelt, wird als unverschämt verworfen. Als Ausweg aus dieser Zwickmühle aber nun die totale Verhüllung der Frau zu fordern, wie Islamisten es tun, das möchte ich mir nun doch nicht antun.

 

Der Islam als Religion ist nicht schlechter als das Christentum. Doch hatten in den christlichen Ländern Aufklärung und moderne Naturwissenschaften genau wie der allgemeine Wohlstand dafür gesorgt, dass die christliche Lehre nur noch als schmückende Bordüre des Lebens und als Trost wahrgenommen und damit erträglich geworden war. Umso verständlicher das Erschrecken darüber, dass jetzt in den frei gewordenen Glaubensraum mit dem Islam eine Religion eindringt, die mehr verlangt, weil sie weitgehend von Fundamentalisten getragen wird. Mit der gewaltsamen internen Auseinandersetzung zwischen Sunniten und Schiiten erinnert sie uns an die ähnliche Situation im Christentum vor vierhundert Jahren, als Katholiken und Protestanten sich so ernst nahmen, dass sie sich gegenseitig ausrotten wollten.

 

In der Nacht zum 1. November notiert: Da, drüben, in Rheinland-Pfalz, gingen gerade die Lichter aus. Also 24 Uhr. Oder Null Uhr? Eine nicht zu klärende Frage. Jedenfalls der Augenblick mit der härtesten Konsequenz, nämlich das Ende des nie mehr wiederkehrenden alten Tages und der Anfang eines noch nicht überschaubaren neuen Tages. Ich sehe bloß von meinem Schreibtisch aus die dunkel gewordene andere Rheinseite, deshalb weiß ich: Jetzt ist er da, der November. Nun also die Trauer-Nebel-Regen-Brrr-Zeit. Mit Allerseelen, Allerheiligen, Totensonntag, Halloween und all solchem Gruselzeugs. Also die Hosenbeine aufkrempeln und hindurchwaten!

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Weil ich immer wieder danach gefragt werde: Mein erfolgreichstes Buch ist „Ritter, Tod und Teufel“, der Roman des 15. Jahrhunderts, Verlag Langen Müller, München 1992 und zweimal als Bastei-Lübbe-Taschenbuch, 1995 sowie 1997. Mein wichtigstes Buch ist der „Ratgeber für Egoisten“, meine satirisch servierte Lebensphilosophie, Verlag Rasch und Röhring, Hamburg 1987. Und mein Lieblingsbuch heißt „Hohe Zeit“. Das ist der Roman eines Reiseleiters, Salon Literatur Verlag, München 2017. Umwerfend komisch und beispiellos fesselnd, weil ein einziges rücksichtslos-ehrliches Hose-Runter.

Hohe Zeit Cover

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Mode

Im krassen Unterschied zur Herrenmode mit ihrer langweilig gleichförmigen Unansehnlichkeit ist die Damenmode spätestens seit der Zeit der kretisch-minoischen Kultur stets ein raffiniertes Präsentieren von teilweiser Nacktheit. In der Presse heißt das: Die Frau arbeitet mit viel Körpereinsatz. Feiner ausgedrückt ist das weiblicher Sex Appeal. Erlaubt sich ein Mann daraufhin eine Bemerkung oder Berührung, wird das als sexistische Attacke gewertet und bestraft. Denn sein Hinweis, es habe sich nur um eine Antwort auf eine Einladung gehandelt, wird als unverschämt verworfen. Als Ausweg aus dieser Zwickmühle aber nun die totale Verhüllung der Frau zu fordern, wie Islamisten es tun, das möchte ich mir doch nicht antun (vgl. Gleichbehandlung, Sex, Verführung).

 

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Lebensfeindlich

In den USA stellen Behörden und Medien mit Erschrecken fest, dass ihre Gesellschaft in allen Schichten mit Drogen der verschiedensten Art verseucht ist. Und man fragt sich, ob das Leben als Amerikaner wirklich nicht mehr ohne Drogen auszuhalten ist. Dazu gehört eine schonungslose Selbsterforschung. Die führt zu der Erkenntnis: Die amerikanische Gesellschaft ist zutiefst lebensfeindlich. Darauf deuten nicht nur die vielen Fliegenpatschen hin, die in jedem Haushalt herumliegen. Das zeigt auch der intensive, allgemeine Schusswaffengebrauch. Und das zeigt die in vielen Bundesstaaten erneuerte Selbstverständlichkeit der Todesstrafe. Nicht zuletzt ist entlarvend, dass in den USA in Wort und Bild alles ausführlich gebracht werden darf, was Leben beschädigt und vernichtet, während alles, was mit dem Zeugen und Entstehen von Leben zu tun hat, tabu ist und rigoros unterdrückt wird, bis hin zu dem Nippelchen am mütterlichen Busen (vgl. Gewaltverherrlichung, Pornografie, Todessstrafe, Zensur).

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Herostrat

Immer wieder dasselbe: Wenn ein schreckliches Verbrechen geschehen ist, fragt man querbeet in Presse, Funk und Fernsehen wortreich und gut bebildert, warum der Soundso das getan hat. Und das Warum findet keine Antwort. Da frage ich mich: Ist denn unter den heutigen Journalisten niemand, der einmal den Begriff Herostrat gehört hat? Weiß man nicht mehr, dass ein Mann namens Herostratos im Jahre 356 v. u. Z. den Tempel der Göttin Artemis in Ephesos in Brand gesteckt und damit eines der berühmten Sieben Weltwunder des Altertums vernichtet hat? Erst unter der Folter gab der  Täter das Motiv für diese Untat preis: “Ich wollte meinen Namen auf die Nachwelt bringen, um mich unsterblich zu machen.” Zugegeben, dass man sich heute nicht mehr an Herostratos erinnert, ist für die Leute von Ephesos ein voller Erfolg. Denn das war ihr Urteil über den Brandstifter: “Er soll vergessen sein für alle Zeiten!” Bekanntlich praktizierten schon die alten Juden das Vergessen als die einzig richtige Strafe für Schwerverbrecher. Ihr härtestes Urteil hieß: “Seines Namens soll nicht gedacht werden!” Sie wussten, dass das Ich mit seinem unstillbaren Bedürfnis nach Größe hinter all unserem Handeln steckt. Doch kann man der modernen Presse wohl nicht zumuten, generell keinen Namen und kein Foto von Verbrechern zu bringen, um damit potentiellen Verbrechern die Hoffnung auf Berühmtheit zu nehmen (vgl. Ignoranz, Ich, Ich-Instinkt).

 

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Boulevard

Wie Perlen aufgereiht Frauen, so auf schön gemacht, dass man aufspringen und hinterherlaufen möchte. Nein, lieber abwarten, bis sie zurückkommen und irgendwann ihre Gesichter zeigen. Die sind entweder zum Davonlaufen oder zum Anstimmen eines Klageliedes über die grenzenlosen  Möglichkeiten der Zivilisation. Da hilft auch nicht, sich die Männer anzuschauen, die hinter ihren Frauen her trotteln. Die Bildzeitungslesergesichter so ernst, dass man platzen könnte vor Lachen (vgl. Schein, Sein).

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Islam

Der Islam als Religion ist nicht schlechter als das Christentum. Doch hatten in den christlichen Ländern Aufklärung und Naturwissenschaften genau wie der allgemeine Wohlstand dafür gesorgt, dass die christliche Lehre nur noch als schmückende Bordüre des Lebens und als Trösterchen wahrgenommen und damit erträglich geworden war. Umso größer das Erschrecken, dass jetzt eine Religion in den frei gewordenen Glaubensraum eindringt, die von ihren Gläubigen mehr verlangt, weil sie weitgehend von Fundamentalisten getragen wird. Mit ihrer harten Auseinandersetzung zwischen Sunniten und Schiiten erinnert sie uns an die gleichartige Situation im Christentum vor vierhundert Jahren, als Katholiken und Protestanten sich noch ernst nahmen und hart bekämpften. Und ein Problem mit einer Nachfolgereligion (Bahai) hat der Nachfolger des Christentums auch schon (vgl. Bahai, Fundamentalismus, Glauben, Religion).

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Rosen

Gönn’ sie dir, die Tage der Rosen, wann immer sie sich bieten. Der lange Abend der Dornen ist dir ohnehin gewiss, und dann hilft dir nicht einmal mehr dein Wissen, dass R. keine Dornen haben, sondern Stacheln (vgl. Besserwisser, Lebenskünstler).

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Glauben

Glauben ist der Gegensatz zu wissen und himmelhoch überlegen. Wird doch alles, was wir zu wissen glauben, eines schönen Tages durch neues Wissen widerlegt. Was den Glaubensgewissheiten nicht passieren kann, weil sie niemals Wissen waren und weil ein anderes Glauben bloß die Farbpalette der Glaubensangebote bereichert (vgl. Glaube, Islam, Wissen).

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765. Ausgabe

Passiertes! – Passierte es?

 

Die Ermordung einer Politiker-Kritikerin auf Malta macht uns  deutlich, dass wir uns zu Unrecht dem Osten, dem Nahen wie dem Fernen, überlegen fühlen. Man lebt hier wie dort nur noch mit Resten von tradierten Moralvorstellungen, die sich leicht zur Seite schieben lassen, wenn es um Geld, Macht, Sex oder Nachruhm geht.

 

Seufzer eines eifrigen Zeitungslesers: Bisher hieß das böseste aller bösen Wörter: Terroristen. Jetzt heißt es plötzlich: Separatisten. Das kommt mir spanisch vor.

 

Genau genommen leben wir in einer schizophrenen Gesellschaft. Einerseits rangieren bei uns Politiker in den offiziellen Erhebungen über die Wertschätzung von Berufsgruppen ganz unten, andererseits lassen wir es klaglos zu, dass sie uns in den Medien Tag und Nacht auf die Nerven gehen, weil die Medien jeden auch nur halbwegs bekannten Politfunktionär, wo auch immer er auftritt, mit Pulks von Kameras und Mikrophonen umschmeicheln. Man kann nur noch abschalten.

 

Das Wahlergebnis in Tschechien wird als weiterer Beleg für einen allgemeinen Rechtstrend in der EU gedeutet. Dabei ist für die sozialwissenschaftliche Betrachtung nichts Unerwartetes geschehen. Weiß man doch, dass die EU als eine soziale Gruppe so reagiert wie jede andere soziale Gruppe. Wo Menschen sich zu einer Gruppe zusammentun, verhalten sie sich zunächst möglichst gleich. Doch je größer die Gruppe wird oder je enger sie sich zusammenschließt, umso mehr hat das einzelne Gruppenmitglied das Gefühl, in der Gesamtheit unterzugehen. Und umso mehr steht es unter dem Zwang, sich durch irgendeine Besonderheit von den anderen Gruppenmitgliedern zu unterscheiden. Und als Besonderheit ist das Grenzen-Schließen up to date.

 

Seit Monaten flattert ein Ausspruch durch den deutschen Medienwald, den eine Frau namens Aydan Özoguz getan hat: „Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“ Kaum zu glauben, aber leider wahr, dass eine so total dumme Frau nicht nur SPD-Vize-Vorsitzende ist, sondern auch noch das Amt einer Staatsministerin und Integrationsbeauftragten der Bundesregierung innehat. Total dumm heißt, die Frau hat noch nicht davon gehört, dass die Philosophie seit Jahrhunderten deutsch geprägt ist, wofür Namen stehen wie Kant, Spinoza, Nietzsche, Leibniz, Bloch, Jaspers, was auch für die Musik gilt, um nur Bach, Beethoven, Mendelssohn-Bartholdy und Wagner zu nennen, oder die Malerei von Dürer und Cranach bis Beuys und Werner Tübke, nicht zu vergessen den Protestantismus, der von Luther und seinen Mitstreitern zu einer aus deutschem Geist getragenen Sache gemacht wurde.

 

Und wieder hat sich gezeigt, dass bei uns die alberne Masche, sich einen englischen Namen zu geben, zum Scheitern führt. Das war erst kürzlich bei dem großen Spielzeugkonzern Toys der Fall. Jetzt ist Air Berlin unsanft gelandet, und Lufthansa fliegt umso besser.

 

Jetzt ist es amtlich: Der Bestand an Insekten ist bei uns seit 1990 um 75 % zurückgegangen. Doch der Deutsche Bauernverband hält das nicht für aufregend. Recht hat er natürlich. Wer wollte einem so großen und einflussreichen Verband widersprechen. Solange nicht nachgewiesen wird, dass der Dauereinsatz von Mitteln wie Glyphosat und die Großflächenmonotonie mit Mais und Raps sowie die extreme Überdüngung des Bodens auch uns Menschen umbringt, vor allem durch die vergiftete Nahrung, solange heißt das erprobte Gesetz der Landwirtschaft: Gewinn geht vor Gewissen. Man muss das wohl positiv sehen. Schafft ja auch neue Arbeitsplätze. In China sollen schon Hunderttausende damit beschäftigt sein, Obstbäume und Beerensträucher von Hand zu bestäuben. Bisher war das Bild der Apokalypse so schön klar: Der Mensch wird eines Tages sich selbst und fast alles Leben auf der Erde vernichten, so dass nur noch einige Insektenarten und Grasarten übrig bleiben. Doch nun sind wir offensichtlich schon dabei, die Überlebenskünstler Insekten zu überleben. Also weiter so!

 

Jetzt war ich das erste Mal in Liechtenstein. Nein, nein, ich habe keine Bank betreten. War nicht nötig. Wie mit Goldmünzen hatten die Bäume für mich die Wege geschmückt, die Sonne lieferte den Felswänden jeden Abend eine Heißvergoldung, und ich genoss ein goldiges Lächeln mit meiner trotzigen Bemerkung: Geld ist doch nicht alles!

 

Die in Heidelberg erscheinende Rhein-Neckar-Zeitung hat einen Artikel über mein neuestes Buch gebracht, nämlich über den historischen Heidelberg-Krimi „Tödliches Einmaleins“. Hier zum Nachlesen.

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Ephemera

In der Medizin der Fachbegriff für Eintagsfieber. Im Alltagsgebrauch der Sammelbegriff für allerlei Flüchtiges, für Dinge ohne bleibende Bedeutung, die nur für einmaligen Gebrauch bestimmt sind. Das sind vor allem diverse Papiererzeugnisse wie Fahrscheine und Eintrittskarten, Zeitungen, Reklamezettel, Poster und Bierdeckel, Tütchen und Kassenbons. Auf sie haben sich E.-Sammler spezialisiert. Erstaunlich ist, dass E. durch den Gebrauch wertvoller werden können wie Briefmarken, Notizzettel und Ansichtskarten. Was aber ganz sicher nicht generell gilt, weil auch Papiertaschentücher und Toilettenpapier unter den Begriff E. fallen, und die werden nun mal nicht durch den Gebrauch, sondern durch den Verbrauch wertvoller – für den Hersteller (vgl. Abfall, Kleinkram).

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764. Ausgabe

Passiertes! – Passierte es?

 

Kaum zu glauben, aber in den von der SPD gehaltenen Bundesministerien gibt es jetzt, unmittelbar nach der Bundestagswahl, strahlende Gesichter. Weil die Minister, die ihren Schreibtisch räumen müssen, ihre Duftmarke hinterlassen, wie das seit eh und je üblich ist. Sie hieven in ihren letzten Arbeitswochen noch schnell eine ganze Reihe verdienter Mitarbeiter, die dasselbe Parteibuch haben wie sie, auf höhere Positionen. Dort werden die Beförderten sich zum Dank umso wirksamer in Obstruktion üben. Und dem neuen Minister fehlen dann für seine Leute freie Planstellen.

 

Immerhin, die Beschriftung am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg ist schon angebracht. Über dem Haupteingang prangt groß die Aufschrift „Berlin Brandenburg Airport Willy Brandt“. Also kein Flughafen? – Bestusste Leute, die meinen, mit einem englischsprachigen Firmennamen oder Ladenschild großartiger dazustehen, kann ich nur belächeln. Ohnehin scheitern sie meistens. Das tragikomische Schicksal des neuen Berliner Flughafens ist bei solchen Bauherren kein Wunder.

 

Am Tag des Referendums über die Selbständigkeit Kataloniens gab es blutende Köpfe. Da wurden Bürger niedergeknüppelt, die den Begriff Demokratie, also Volksherrschaft, wörtlich nahmen und sich nicht mit dem Zipfelchen Herrschaft zufrieden gaben, das ihnen alle vier Jahre einmal eine Stimmabgabe erlaubt. Also Gewalt gegen gelernte Demokraten, die ihre Stimme abgeben wollten für oder gegen eine Abspaltung Kataloniens. Der Polizeieinsatz war formal berechtigt, weil das Referendum vom Verfassungsgericht als unrechtmäßig bezeichnet und von der Zentralregierung in Madrid verboten worden war. Nicht erstaunlich, weil selbst in Demokratien grundlegende Änderungen, die vom Volk ausgehen, immer verboten sind. Die Herrschenden lassen sich das Steuer nicht aus der Hand nehmen. Das war allen Bürgern Spaniens auch in der für alle verbindlichen Amtssprache Kastilisch klargemacht worden. Aber dass Spanien einer solchen verordneten Amtssprache für alle bedarf, verrät schon das Problem: Die Einwohner Spaniens sind weder nach ihrer Herkunft noch nach ihrer Kulturgeschichte alle einfach Spanier. Das verrät ihre Sprache. Sie sind in ihrer Mehrheit Kastilier, die das offizielle Kastilisch sprechen. Daneben leben aber in Spanien die Katalanen, die Katalanisch sprechen, und die Baskisch sprechenden Basken sowie die Galizier mit ihrem Galizisch. Und das sind jeweils eigene Sprachen, nicht etwa nur Dialekte. Nun stehen wir heute auf dem aufgeklärten Standpunkt, dass Nationen sich durch ihre gemeinsame Kultur definieren, vor allem durch die gemeinsame Sprache. Die aber hat man in Spanien nur durch Gesetz. Deshalb spürten wir beim Anblick der blutenden Köpfe von Bürgern, die als Demokraten aktiv werden wollten, den Schmerz.

 

Unsere Universitäten und anderen Hochschulen wetteifern neuerdings darin, möglichst ganze Studiengänge nur in englischer Sprache anzubieten. Damit locken sie verstärkt ausländische Studenten in ihre Hörsäle. Und darauf sind sie besonders stolz. Jetzt verstärken sich jedoch die Bedenken bei den deutschen Wirtschaftsführern, die in dieser Englisch-Marotte ein Hemmnis bei der Suche nach studiertem Nachwuchs sehen und schon von rausgeschmissenem Geld sprechen. Denn es hat sich herausgestellt, dass die meisten der so mit Unterricht in Englisch verwöhnten Ausländer das Gastland Deutschland gleich nach bestandenem Examen verlassen, weil sie ohne Deutschkenntnisse bei uns im Alltag nicht zurechtkommen.

 

Las Vegas ist der neue Begriff für Massenmord. Ein Waffennarr hat einen Rekord aufgestellt. Und die Journaille fragt wortreich und gut bebildert, warum und wieso da ein vermögender Rentner das ganz große Massaker geplant und ausgeführt hat. Weil die Presseleute den Begriff Herostrat nicht kennen. Weil sie noch nicht gehört haben von dem Griechen namens Herostratos, der 356 v.u.Z. den Tempel der Göttin Artemis in Ephesos angezündet hat, um seinen Namen in die Ewigkeit einzuschreiben. Die empörten Epheser haben ihn dafür mit der einzig passenden Strafe belegt: Er soll für ewig vergessen sein. Und offensichtlich haben sie damit Erfolg. Schon bei den alten Juden war die härteste Strafe für Schwerverbrecher: Seines Namens soll nicht gedacht werden! Denn die Israeliten wussten, dass das Ich mit seinem unstillbaren Bedürfnis nach Größe hinter all unserem Handeln steckt, bei jedem von uns. Doch ist es wohl unmöglich, der modernen Presse zuzumuten, generell keinen Namen und kein Porträt von Verbrechern zu bringen, um damit potentiellen Verbrechern jede Hoffnung auf Berühmtheit zu nehmen. Oder?

Ein Leser schickte mir einen Zeitungsausschnitt mit einer dpa-Meldung, die die „Allgemeine Zeitung“ in Mainz am Mittwoch, 27. September 2017 so gebracht hatte: „Berater und Notare haben im Zusammenhang mit dem Verkauf des Hunsrück-Flughafens Hahn mehr als elf Millionen Euro Honorare kassiert – und damit fast soviel, wie der Verkaufspreis des Airports mit 15,1 Millionen Euro betrug. Wie das rheinland-pfälzische Innenministerium mitteilte, bekam den Löwenanteil von gut sieben Millionen Euro Honorar die Beratungsgesellschaft KPMG. Von ihr trennte sich die Landesregierung nach dem ersten gescheiterten Verkauf an eine mutmaßlich kriminelle Firma 2016. 2017 erwarb der chinesische Mischkonzern HNA den rheinland-pfälzischen Hahn-Mehrheitsanteil von 82,5 Prozent. Die übrigen 17,5 Prozent hält noch das Land Hessen.“ – Nun ja, auch ich hätte als Berater Karriere machen können, nur hatte ich das mit dem Schwindeln falsch aufgenommen: Mir wurde immer schwindelig, wenn die Zahlen zu groß waren.

 

All die von Regierungsstellen vergebenen Forschungsaufträge und all die abgelieferten wortreichen Evaluierungsergebnisse, sie sind fast immer nur ein kostspieliges Zeitschinden und Augenwischerei, also im Kern Entscheidungsverweigerung. Die eigentlich wichtigen politischen Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit gingen ohne diese Spielchen hoppla-hopp über die Bühne: Der Atomausstieg von heute auf morgen, die Banken- und Griechenlandrettung genauso, dann auch noch die Grenzöffnung für Immigranten aller Art.

 

Dass die „Obergrenze“ der CSU jetzt bei einem Intensivgespräch der beiden christlichen Schwesterparteien CDU und CSU in „Richtwert“ umgetauft wurde, ist das neueste Beispiel für das Stichwort „Volksverdummung“ in meinem Läster-Lexikon, hier im Netzine nachzuschlagen.

 

Und noch was Persönliches: Mein neues Buch ist jetzt in den Buchhandlungen. Es heißt „Tödliches Einmaleins“ und ist ein historischer Heidelberg-Krimi. Die in vielen Städten präsente Buchhandlung Schmitt & Hahn hat mich eingeladen, am Samstag, den 21. Oktober von 11-13 Uhr eine doppelte Signierstunde abzuhalten. In der Buchhandlung Schmitt & Hahn, Heidelberg, Hauptstraße 8, wo neben dem neuen Krimi natürlich auch andere Titel von mir zu bekommen sein werden, gern mit persönlicher Widmung. Sehen wir uns dort?!
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Wiedersehen

Ein W. nach langer Trennung ist in Wirklichkeit mehr ein Neusehen mit viel Nachsicht, weil sich das Aussehen bei dem einen wie dem anderen so sehr geändert hat, dass es kaum noch mitanzusehen ist (vgl. Alter, Gesicht, Verzicht).

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Unnatürlich

So stolz wir auf unsere Sozialisierung und Kultivierung sein dürfen, wir haben dabei das Wort u. vergessen. Dabei ist so Vieles eindeutig u., was uns nicht mehr u. vorkommt. Beispielsweise das bartlose Gesicht des Mannes und das Arbeiten in Festanstellung, das Leben im Ruhestand, die vegane Ernährung, das ziellose Herumreisen, die eheliche Treue und – aber hoppla, jetzt geht es in Bereiche, da schweigt man besser (vgl. Natur, Toleranz).

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Schauspielerehe

S. ist ein schöner Begriff für den Versuch des Unmöglichen. Kann es doch ein Schauspieler einer Schauspielerin niemals abnehmen, wenn sie ihm sagt, sie liebe ihn, und umgekehrt. Weil jede emotionale Unterstreichung, jede Geste und jeder spezielle Zungenschlag nur als Beleg für berufliche Tüchtigkeit abgetan wird. Eine Scheidung ist beinahe unvermeidlich, weil in dieser Branche der Spieler, die beliebig austauschbar sind, auf Dauer kein Mensch dem anderen etwas vorspielen kann, was für mehr als Selbstsucht gehalten wird. Immerhin dient die Scheidung genau wie die vorangegangene Eheschließung der Publizität (vgl. Berufskrankheit, Liebe, Schauspieler).

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Recht

R. ist das Gegenteil von Unrecht. In der Kleinschreibung ist die vielfach behauptete Übereinstimmung von rechts und recht genauso bloß ein Vorurteil wie die von links und link (vg. Links).

 

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Links

L. ist die Mehrzahl von Link. In der Kleinschreibung ist die vielfach behauptete Übereinstimmung von links und link genauso bloß ein Vorurteil wie die von rechts und recht (vgl. Recht).

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Lektorat

Früher war das L. die Abteilung in einem Buchverlag, in der die Literaturkenner saßen, die eingegangene Manuskripte prüften und die besten aussuchten, die sie dem Verleger zur Produktion vorschlugen. Heute ist das L. personell überall so ausgedünnt, dass dort kaum noch eine Prüfung der eingegangenen Manuskripte stattfinden kann. Deswegen verlässt man sich entweder auf die Vorauswahl, die in ausländischen Hitlisten getroffen wird, kauft die Lizenz und bedient den Markt mit Übersetzungen, oder man verlässt sich auf die Literaturagenturen, die eine Vorauswahl treffen und den Verlag nichts kosten, weil sie von den Autoren bezahlt werden. Was nach einer sehr geschickten Weiterentwicklung des Verlagswesens aussieht, hat allerdings den Pferdefuß, dass Übersetzungen fast immer ein Behelf sind, weniger gut als das Original, und dass die Literaturagenturen stets die Manuskripte empfehlen, die für das breiteste Publikum attraktiv erscheinen, weil sie selbst prozentual am Verkaufserfolg beteiligt sind. So ist der L.- Rückbau die Erklärung dafür, dass von den etablierten Verlagen kaum noch anspruchsvolle Literatur veröffentlicht wird, diese Risiko-Sparte vielmehr fast ganz den Kleinstverlagen überlassen bleibt (vgl. Bestseller, Agentur, Literatur).

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Kriege

K. haben leider ihre eigene Attraktivität. Für Fabrikanten ist die Ausrüstung der Krieger so interessant wie für die Bauwirtschaft der Wiederaufbau nach den unvermeidlichen Zerstörungen. Für das Offizierscorps sind die zu erwartenden Beförderungen und Auszeichnungen so reizvoll wie für die einfachen Soldaten das Spiel mit modernster Technik und die Abenteuer, in denen sie das traditionelle Recht genießen, sich Frauen einfach zu nehmen wie Gebrauchsgegenstände. Erst recht kriegsgeil sind Politiker, weil sie durch nichts so sicher in den Geschichtsbüchern verewigt werden wie durch K., wenn die nur verlustreich genug waren (vgl. Frieden, Krieg).

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Kreativer

Der Koch ist ein K., obwohl er nur die Kreaturen aus Fauna und Flora der Vernichtung zuführt, der Kellner dagegen ist kein K., selbst wenn er dir einmal besonders freundlich einen guten Abend wünscht. Und der Komponist ist ein K., der Pianist dagegen nur in dem geringen Maße, in dem er das Stück etwas anders spielt als vom Komponisten vorgesehen. Generell gilt: Ein K. ist nur ernst zu nehmen, wenn er viel Zeit zum Lernen investiert hat, andernfalls ist er kein K., sondern ein Naiver (vgl. Genialität, Humbug).

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Digitalisierungswahn

Das kleine Estland tut groß damit, der erste durchdigitalisierte Staat der Welt zu sein. Das hat man erreicht mit einem Personalausweis, auf dem alles gespeichert ist, was die Person kennzeichnet, und mit dem die Leute alles machen können, von der Steuererklärung und der Wagenanmeldung bis zum Wählen. Dass damit der Staat jeden Bürger voll im Griff hat, wird positiv gesehen. Dass man auch Hackern total ausgeliefert ist, wird einfach übersehen. Dabei ist in der digitalisierten Welt nur eines sicher, nämlich dass Daten niemals sicher sind (vgl. Dummheit, Stolz).

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Zeitspiel

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Unterwegs diesseits und jenseits der deutsch-polnischen Grenze (2017)

 

Aber zunächst eine Zwischenstation: Heil in Weimar angekommen. Natürlich im Hotel  P1020109Elephant, weil Goethe an so manchem Abend im Elephantenkeller seinen Stammplatz gehabt hat. Leider ist der Großmeister der Schreiberei nicht mehr da, doch begegnet er mir in der Stadt auf Schritt und Tritt. Goethehaus und Goethe-Memorabilien aller Art in den Klimbimläden, Goethe und Schiller überlebensgroß vor dem Theater, Goethes Gartenhaus an der Ilm und die Buchhandlungen voller Goethe. Man atmet Goetheluft, speist mit Goetheappetit, trinkt Wein und Bier nach Goethes Herzenslust. Dabei ist der Mann nicht im BMW, Audi oder Mercedes herumgesaust, hat kein Flugzeug und keine Eisenbahn gekannt, hat nicht einmal ein Fahrrad und einen Laptop gehabt, auch kein Tablet und Smartphone, der Ärmste. So nackt kann er eigentlich mit keinem von all den Besuchern mithalten, mit Besuchern aus aller Welt, die ihn trotzdem verehren. Warum nur? – Kein Mensch zu sehen, der mit einem Goethebuch in der Hand dasitzt oder herumläuft statt mit einem Handy.

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Betrug

Wenn schon B., dann bitte in einer so imponierenden Dimension, dass keine Bestrafung möglich ist (siehe deutsche Autoindustrie). Kleine Betrüger werden dafür bestraft, dass sie nicht dem Gesetz folgten: Think big! Wenn unter Eheleuten über B. geschimpft wird, handelt es sich überhaupt nicht um B., sondern um Ärger wegen der Verwendung eines Lebensfreudeergänzungsmittels, das nicht apothekenpflichtig ist, weil zu Risiken und Nebenwirkungen kein Arzt oder Apotheker gefragt wird (vgl. Ehe, Liebe, Seitensprung, Treue).

 

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Sommerbaustelle

Jede Baustelle auf der Autobahn ist ein Riesenärgernis für den Autofahrer. Leider meist unvermeidlich, wenn auch oft viel zu lang und zu lange. Dieses Übel mit dem eindeutig positiv besetzten Begriff Sommer zu kombinieren, ist eine pfiffige Verbesserungsmaßnahme. Ist ein Sommerdingsbums doch immer was Positives, sogar wenn der Sommer mal allzu sehr in die Länge gezogen wird (vgl. Wortsetzungsmacht).

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