785. Ausgabe

Passiertes! – Passierte es?

 

Einem Ondit zufolge überlegen die Veranstalter der Christopher Street Days, diese Paraden der Schwulen und Lesben auch in afrikanischen Großstädten einzuführen. Das heißt: Propagierung von Homosexualität als wirksame Maßnahme zur Eindämmung der exorbitanten Bevölkerungsvermehrung in Afrika. Dabei ist man sich sicher, dort auf Verständnis bei den Gebildeten zu stoßen, weiß aber noch nicht, wie man den Widerstand der Herrschenden überwindet, die in der Bevölkerungsexplosion das ideale Mittel zum Erpressen von internationalen Hilfsgeldern sehen. 

 

 

Die weltweit Aufsehen erregende Rettung der zwölf thailändischen Jungfußballer und ihres Trainers aus einer überfluteten Höhle war nur möglich, so erfährt man hinterher, weil einer der Jungen, ein 14-jähriger staatenloser Flüchtling aus Myanmar namens Adul Sam-on, mit seinen Englisch-Kenntnissen die Kommunikation mit den britischen Elitetauchern herstellte und unterhielt. Das spricht für die Forderung und Förderung von Mehrsprachigkeit.

 

 

Gut ist, dass wir deutschen Wähler den Parteien, die sich selbst gern als Volksparteien bezeichnen, bei Wahlen zeigen können, dass wir nichts mehr von ihnen halten. So ist es der SPD, aber auch der CDU und der CSU passiert. Doch konnten wir Wähler nicht verhindern, dass die Verlierer sich anschließend durch dreiste Manipulation der Regeln zur Parteienfinanzierung eine saftige „Lohnerhöhung“ von 30 Prozent gönnten. Das heißt, wir Steuerzahler müssen den Verliererparteien jetzt so viel mehr Geld geben, damit die Verlierer uns umso aufwendiger dazu überreden können, sie demnächst doch wieder zu wählen. 

 

 

Die deutschen Bauern verlangen von der Regierung eine Soforthilfe in Höhe von einer Milliarde Euro wegen der Ernteausfälle durch die trockenheiße Witterung. Da ist es wohl an der Zeit, den Schriftstellerverbänden den Tipp zu geben, ebenfalls eine Milliarde Euro zu verlangen wegen der Verluste an Autorenhonorar durch die stumpfsinnige Hinwendung von großen Teilen des Publikums ans Fernsehen statt Bücher zu kaufen und zu lesen. Wie heißt es doch so schön in der Bibel: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

 

 

Da staunste, wa? Erfährst du doch aus der Zeitung, der neue Hauptstadtflughafen Berlin habe jetzt die Genehmigung zum Bau eines zweiten Terminals erhalten, womit Platz für sechs Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr geschaffen werde. Und du fragst ganz dumm: Wurde es denn schon so eng auf dem Hauptstadtflughafen?

 

 

Eine Untersuchung der Universität Hamburg hat ergeben, dass 14,5 % der Deutschen zwischen 18 und 67 Jahren funktionale Analphabeten sind. Das bedeutet, dass sie zwar einzelne Wörter oder kurze Sätze erkennen, aber keinen vollständigen Text verstehen können. Für mich als Schriftsteller ein schockierende Feststellung, dass jeder 7. Bundesbürger nicht lesen kann. Doch werde ich darauf nicht so reagieren, wie viele große Medienhäuser, die sprachlich primitiver werden und den Trend zum Bildchen-Gucken und Hören unterstützen.

 

 

Eine Gesellschaft, in der Balltreter und Ballschläger als die Größten gefeiert werden, denen die Euro-Millionen nur so nachgeworfen werden, darf sich nicht wundern, wenn sie in ihrem Nachwuchs vor allem Analphabeten züchtet. Wie sollen Eltern ihren Kindern denn noch beibringen, dass es auch lohnend ist, was für den Kopf zu tun.

 

 

Im Luisenpark zu Mannheim, diesem üppigen Naturgenuss mitten in der Großstadt, fast so was wie ein Super-Sahne-Eisbecher aus Flora und Fauna, der selbst einen Fürsten Pückler begeistern würde, vergesse ich für Stunden das demographische Problem meines Landes, so viele junge Mütter mit ihren Kleinen umgeben mich. Kein Wunder, in den Wipfeln der riesigen Buchen, Eichen, Eschen, Platanen und so fort (in alphabetischer Reihung, Bäume sind ja auch nur Menschen) sitzen die hier heimisch gewordenen Störche auf ihren Nestern und schnattern, schnattern, schnattern.

 

 

Das Netzine war gerade erst zwei Jahre alt, als ich als einen neuen Bestandteil dieses Blogs das Läster-Lexikon gestartet habe. Wörter hinterfragen und oft auch ad absurdum führen. Das war mein Ziel als Restlichtaufklärer. Meine Leser schlagen mir immer mehr Stichwörter zur Bearbeitung vor, und von vielen Seiten kommen Karikaturen dazu. Im Moment enthält „Laufenbergs Läster-Lexikon“ bereits 1020 Stichwörter und weit über 100 spitzfindige Illustrationen. Und immer öfter sagen mir Leser, das Läster-Lexikon sei zu ihrer literarischen Lieblingsspeise geworden. Dabei sagt der Volksmund doch: Was nichts kostet, das ist nichts.

 

Und so sieht der in Neunkirchen-Seelscheid lebende Maler und Karikaturist Klaus Päkel den Autor des „Läster-Lexikons“

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